Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein Paar Pungsan-Hunde, eine lokale Hunderasse, geschenkt, berichteten die staatlichen Medien KCNA am Donnerstag.

Kim und Putin waren in einem Beitrag des staatlich kontrollierten koreanischen Zentralfernsehens am Donnerstag zu sehen, wie sie die Hunde betrachteten, die an einem mit Rosen bewachsenen Zaun angebunden waren.

Die beiden freundeten sich über die Tiere an, als Kim ein Pferd mit Möhren fütterte, während Putin ihm den Kopf tätschelte. Sie haben sich am Mittwoch auch gegenseitig in einer Aurus-Limousine aus russischer Produktion herumgefahren.

Kim, ein Reiter, wurde auf Fotos, die von den staatlichen Medien 2019 veröffentlicht wurden, berühmt, als er bei Schneefall auf einem weißen Hengst auf dem Berg Paektu ritt und das Internet mit Memes überflutete.

In einem Propagandavideo aus dem Jahr 2022 sah man ihn erneut auf einem weißen Pferd reiten.

Die Pferde, die Kim ritt, sind symbolisch für Nordkorea, das seine wirtschaftlichen Anstrengungen zur Erholung vom Koreakrieg 1950-53 nach dem mythischen geflügelten Pferd Chollima benannt hat. Auch die jüngste Raketentriebwerke des Landes trägt den Namen Chollima-1.

Putin, der Wert auf sein sportliches Image legt, wurde auf Fotos, die von den russischen Staatsmedien veröffentlicht wurden, mehrmals ohne Hemd abgebildet. Auf einem Foto ritt er auf einem braunen Pferd und trug eine Sonnenbrille, eine Goldkette und eine Armeehose.

Pungsans sind eine Rasse von Jagdhunden, die in einer Region im Norden Nordkoreas beheimatet sind.

Auch der frühere südkoreanische Präsident Moon Jae-in erhielt 2018 während eines Durchbruchs in den innerkoreanischen Beziehungen ein Paar weiße Pungsans - mit den Namen "Gomi" und "Songgang" - von Kim.

Im Jahr 2022 verließ nach Angaben des russischen Veterinärdienstes ein Güterzug mit 30 grauen Vollblutpferden auf dem Weg nach Nordkorea den fernen Osten Russlands über die Khasan-Tumangan-Kreuzung. Dabei handelte es sich offenbar um den ersten gemeldeten Zugtransport zwischen den beiden Ländern nach der Pandemie.