Die Zollentscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump seit seinem Amtsantritt im Januar haben die Finanzmärkte erschüttert und eine Welle der Unsicherheit durch die Weltwirtschaft geschickt.

Hier ist eine Chronologie der wichtigsten Entwicklungen:

1. Februar - Trump ordnet 25% Zölle auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie 10% auf Waren aus China an. Er fordert, dass die drei Länder den Zustrom von Fentanyl und illegalen Einwanderern in die USA eindämmen.

10. Februar - Trump erhöht die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte pauschal auf 25%.

3. März - Trump erklärt, dass die 25% Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada ab dem 4. März in Kraft treten. Gleichzeitig verdoppelt er die Zölle auf alle chinesischen Importe auf 20%.

26. März - Trump kündigt einen 25% Zoll auf importierte Autos und leichte Nutzfahrzeuge an.

2. April - Trump verkündet globale Zölle mit einem Basiswert von 10% auf alle Importe und deutlich höheren Abgaben auf Einfuhren aus bestimmten Ländern.

9. April - Trump setzt die meisten länderspezifischen Zölle, die weniger als 24 Stunden zuvor eingeführt wurden, aus. Der pauschale Zoll von 10% auf nahezu alle US-Importe bleibt bestehen.

Trump erklärt, er werde die Zölle auf chinesische Importe von 104% auf 125% anheben, wodurch die zusätzlichen Abgaben auf chinesische Waren auf 145% steigen.

9. Mai - Trump und der britische Premierminister Keir Starmer verkünden ein begrenztes bilaterales Handelsabkommen, das die 10% Zölle auf britische Importe in die USA beibehält.

12. Mai - Die USA und China einigen sich auf eine 90-tägige Aussetzung der Zölle. Die USA senken die zusätzlichen Zölle auf chinesische Importe auf 30%, während China die Abgaben auf US-Importe von 125% auf 10% reduziert.

23. Mai - Trump warnt Apple, dass auf in den USA verkaufte Telefone, die außerhalb des Landes hergestellt werden, ein Zoll von 25% erhoben würde.

29. Mai - Ein Bundesberufungsgericht setzt die umfassendsten Zölle von Trump vorübergehend wieder in Kraft und stoppt damit eine frühere Entscheidung eines untergeordneten Gerichts, um die Berufung der Regierung zu prüfen.

3. Juni - Trump unterzeichnet eine präsidentielle Proklamation, die die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte auf 50% anhebt.

3. Juli - Trump kündigt an, dass die USA einen 20% Zoll auf viele Importe aus Vietnam erheben werden. Umladungen aus Drittländern über Vietnam werden mit einem Satz von 40% belegt.

7. Juli - Trump erklärt, dass die zuvor angekündigten höheren Abgaben am 1. August in Kraft treten werden. In Schreiben an 14 Länder teilt er mit, dass Zölle zwischen 25% und 40% erhoben werden.

15. Juli - Trump erklärt, dass die USA und Indonesien eine neue Rahmenvereinbarung getroffen haben, wonach die angedrohten Zölle auf indonesische Waren von 32% auf 19% gesenkt werden.

22. Juli - Trump erzielt ein Handelsabkommen mit Japan, das die Zölle auf Autoimporte auf 15% senkt.

30. Juli - Die USA einigen sich mit Südkorea auf eine Reduzierung der geplanten Abgaben auf Importe auf 15%.

31. Juli - Trump unterzeichnet eine präsidentielle Anordnung, die Importzölle von 10% bis 41% auf 69 Handelspartner festlegt, kurz vor Ablauf der Handelsfrist. Er erlässt zudem eine Anordnung zur Erhöhung des Zollsatzes auf kanadische Waren.

6. August - Trump verhängt einen zusätzlichen Zoll von 25% auf Waren aus Indien und begründet dies damit, dass das Land direkt oder indirekt russisches Öl importiere.

7. August - Trumps höhere Zölle auf Importe aus Dutzenden Ländern treten in Kraft und setzen wichtige Handelspartner wie die Schweiz, Brasilien und Indien unter Druck, bessere Abkommen auszuhandeln.

11. August - Trump verlängert den Zollfrieden mit China um weitere 90 Tage und setzt die Einführung dreistelliger Zölle bis zum 10. November aus.

21. August - Die USA und die EU einigen sich auf ein Rahmenhandelsabkommen, das Zölle von 15% auf die meisten Importe festlegt.

30. September - Trump verhängt Zölle von 10% auf importiertes Holz und Bauholz sowie 25% auf Küchenmöbel, Badezimmerschränke und gepolsterte Möbel.