Die indischen Leitindizes haben die zweite Woche in Folge Verluste verbucht, belastet durch Unsicherheiten hinsichtlich eines möglichen US-Handelsabkommens und schwache Quartalsergebnisse des IT-Riesen Tata Consultancy Services (TCS).
Der Nifty 50 fiel in dieser Woche um 1,22 % auf 25.149,85 Punkte, während der BSE Sensex um 1,12 % auf 82.500,47 Punkte nachgab.
Der IT-Sektor war mit einem Minus von 3,8 % der größte Verlierer der Woche. Hauptgründe waren die enttäuschenden TCS-Zahlen sowie Unsicherheiten rund um die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle.
US-Präsident Donald Trump kündigte am Donnerstag an, ab dem kommenden Monat einen Zollsatz von 35 % auf kanadische Importe zu erheben. Zudem erwägt er pauschale Zölle von 15 % bis 20 % auf die meisten anderen Handelspartner.
Gleichzeitig warten Anleger weiterhin auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien.
„Der Markt befindet sich in einer Zwickmühle, da die Unsicherheit über ein Handelsabkommen mit den USA anhält. Händler zögern, in diesem Umfeld größere positive Positionen einzugehen“, erklärte Sunny Agrawal, Leiter der fundamentalen Aktienanalyse bei SBICAPS Securities.
Agrawal fügte hinzu, dass das sogenannte „Jane Street“-Ereignis die Stimmung zusätzlich belastet habe, was sich auch in einem Rückgang der Derivateumsätze widerspiegele.
Am Freitag gaben die Leitindizes jeweils um rund 0,8 % nach, wobei insbesondere Verluste im IT-Sektor zu Buche schlugen. TCS verlor nach schwachen Ergebnissen 3,4 %, was auch die Aktien von Infosys und Wipro mit nach unten zog.
Elf der 13 wichtigsten Sektoren verzeichneten in dieser Woche Verluste. Die breiter gefassten Small- und Midcap-Indizes verloren 1,4 % beziehungsweise 1,7 % und beendeten damit ihre zweiwöchige Gewinnserie.
Gegen den Trend sprang Hindustan Unilever in dieser Woche um 7,7 % nach oben - das beste Ergebnis seit einem Jahr. Hintergrund ist die Ernennung von Priya Nair, einer Führungskraft des Mutterkonzerns Unilever, zur neuen Vorstandschefin.
Unter den weiteren Einzelwerten stieg Glenmark Pharmaceuticals am Freitag um 14,6 %, nachdem eine Tochtergesellschaft einen exklusiven Lizenzvertrag mit dem US-Unternehmen AbbVie zur Krebstherapie unterzeichnet hatte.

















