Zwei der größten Multi-Strategie-Hedgefonds Asiens konnten im Juni erneut einen starken Monat verbuchen und beendeten das erste Halbjahr mit einem deutlichen Plus, nachdem die Aktienmärkte nach der Überwindung der Handelskriegssorgen kräftig zulegten.
Der Flaggschifffonds von Dymon Asia Capital aus Singapur, der mehr als 3 Milliarden US-Dollar an Vermögen verwaltet, erzielte im vergangenen Monat einen Zuwachs von 2 %, womit sich der Gewinn im ersten Halbjahr laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle auf 10,1 % summierte.
Die Juni-Performance des Fonds wurde durch Engagements in fundamentalen Aktien, insbesondere in Japan und Südkorea, angetrieben. Auch Makro- und Relative-Value-Strategien trugen zu den Gewinnen bei, so die Quelle weiter.
Der in Hongkong ansässige Pinpoint Asset Management verwaltet mit seinem wichtigsten Multi-Strategie-Fonds über 1 Milliarde US-Dollar. Dieser stieg im vergangenen Monat um 3,5 % und beendete das erste Halbjahr mit einem Plus von 6,5 %, was auf eine erhöhte Aktienquote zurückzuführen ist, wie eine separate, informierte Quelle berichtete.
Der Long-Short-China-Fonds von Pinpoint legte im Juni um 4,4 % zu und erzielte im ersten Halbjahr einen Gewinn von 9,4 %.
Im Durchschnitt erzielten asiatische Hedgefonds laut einer Kundenmitteilung von Morgan Stanley vom 2. Juli bis zum 27. Juni dieses Jahres einen Gewinn von 5,2 % und übertrafen damit die Rendite ihrer globalen Pendants von 4,4 %. Zudem wachse ihre Risikobereitschaft, heißt es weiter.
Anzeichen einer Entspannung im Handelskrieg zwischen den USA und China, ein Zustrom ausländischen Kapitals nach Asien infolge einer Diversifizierung weg von US-Dollar-Anlagen sowie neue Marktreforminitiativen in Südkorea haben der Region geholfen, sich von den Turbulenzen im April zu erholen, als US-Präsident Donald Trump seinen „Befreiungstag“-Zollplan ankündigte.
Marktteilnehmer berichten, dass globale Investoren in der Region ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis erkennen.
Der MSCI Asia-Pacific Index stieg im ersten Halbjahr um 12 %, Südkoreas Kospi-Index sprang um 28 % nach oben und der Hang Seng in Hongkong verzeichnete einen Zuwachs von 21 %.
Die Bruttohebelwirkung asiatischer Hedgefonds – ein Maß für das Handelsvolumen, das sowohl Long- als auch Short-Positionen umfasst – stieg laut Morgan Stanley auf 141 % und liegt damit nahe dem Zwölfmonatshoch.
Die Nettohebelwirkung, die Long-Positionen abzüglich Short-Positionen misst, stieg demnach auf 61 %.

















