Piazza Affari weitet die zum Handelsbeginn verzeichneten Verluste aus und folgt damit dem Abwärtstrend der übrigen europäischen Börsen, die von der negativen Tendenz der US-Index-Futures erfasst werden. Der Markt zeigt sich nervös und blickt mit Sorge auf die bevorstehenden Entscheidungen von Donald Trump zu Zöllen gegenüber der Europäischen Union.

Die Anleger hatten zuletzt auf eine positive Verhandlungslösung im Handelskonflikt gehofft, den der US-Präsident im April entfacht hatte. Doch seine jüngsten Äußerungen - darunter die Ankündigung, heute möglicherweise ein Schreiben an die EU zu schicken, nachdem er gestern bereits 35% Zölle gegen Kanada verhängt hatte - schüren erneut Befürchtungen eines verschärften Krisenszenarios.

Gegen 12 Uhr notiert der Leitindex Ftse Mib ausschließlich im Minus und verliert insgesamt 1,5 %. Das Handelsvolumen bleibt mit unter einer Milliarde Euro verhalten.

Zu den auffälligsten Titeln:

Am stärksten leiden die Bankaktien - sowohl in Mailand als auch an den anderen europäischen Börsen. Sie geraten angesichts der Sorgen über die Auswirkungen von Trumps Politik auf die Weltwirtschaft unter Druck. Der Branchenindex verliert 2,1 %, wobei Intesa Sanpaolo um 1,7 % nachgibt und Banco Bpm sogar 3,2 % einbüßt. UniCredit verliert 2,4 %, Pop Emilia sinkt am letzten Tag des Übernahmeangebots für Pop Sondrio um fast 3 %, Pop Sondrio selbst um 2,3 %.

Auch der Automobilsektor ist schwer betroffen: Stellantis verliert 3,8 %, Iveco 3 %.

Unternehmen mit US-Exposure wie Campari (-2,6 %) und Moncler (-2,8 %) geraten ebenfalls unter Druck. Cucinelli verliert nach dem guten Wochenstart, der durch positive Halbjahreszahlen ausgelöst wurde, wieder 1,7 %.

(Bericht: Claudia Cristoferi, Bearbeitung: Antonella Cinelli)