Unterstützt von den Bankwerten verstärkt die Piazza Affari ihre Gewinne im späten Vormittagshandel, getragen von einer optimistischen Stimmung in Europa hinsichtlich eines möglichen Zollabkommens mit den USA.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, die Europäische Union arbeite eng mit der Trump-Regierung zusammen, um ein Handelsabkommen zu erzielen, nachdem der US-Präsident gestern angekündigt hatte, innerhalb von zwei Tagen ein Schreiben mit den ab dem 1. August geltenden Zolltarifen zu versenden.
Der Markt wertet die laufenden Fortschritte positiv, da sie auf keine Eskalation des Handelskriegs hindeuten.
Auch von den US-Futures, die nach dem gestrigen Rückgang der Wall Street leicht zulegen, kommen Anzeichen für eine moderat positive Marktstimmung.
Um 12:30 Uhr notiert der FTSE MIB-Index 1,4% im Plus. Das Handelsvolumen liegt bei 1,6 Milliarden Euro.
Im Fokus stehende Aktien:
Die Einführung eines 50%-Zolls auf Kupferimporte in die USA könnte PRYSMIAN potenziell wettbewerbsfördernde Vorteile bringen; die Aktie gewinnt 3,8%.
Auch Azimut wird stark nachgefragt und führt den FTSE MIB mit einem Plus von 4,3% an - gestützt von den gestern veröffentlichten, über den Erwartungen liegenden Nettomittelzuflüssen im Juni. Die Aktie profitiert zudem von einer Hochstufung auf "Buy" durch die Deutsche Bank.
Unter den europaweit gefragten Bankwerten steigt UniCredit um 3,4%, wobei der Markt die M&A-Strategie des Instituts aufmerksam verfolgt. Auf deutscher Seite gab das von Andrea Orcel geführte Institut gestern Abend bekannt, seinen Stimmrechtsanteil an Commerzbank auf 20% erhöht zu haben. In Italien wird das Ergebnis der heutigen TAR-Anhörung zum Einspruch der Bank gegen das Golden-Power-Dekret der Regierung zur Übernahme von Banco BPM (+1,9%) erwartet.
Ebenfalls fest zeigen sich Intesa Sanpaolo (+2,3%) und MPS (+1,9%) in einem um 2,6% steigenden italienischen Bankensektorindex.
Zu den wenigen Verlierern im FTSE MIB zählen die Luxuswerte Moncler (-1,2%) und Cucinelli (-1%), ebenso wie Leonardo, das nach fünf positiven Sitzungen aufgrund von Gewinnmitnahmen 0,6% nachgibt.
(Andrea Mandalà, Redaktion: Gianluca Semeraro)

















