Piazza Affari verzeichnet gegen Mittag einen leichten Rückgang, belastet durch Gewinnmitnahmen bei Bankwerten, die den Mailänder Index etwas hinter den anderen europäischen Börsen zurückbleiben lassen.
In Europa herrscht eine vorsichtige Aufwärtsstimmung, getragen von der Hoffnung auf eine baldige Einigung in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU. Allerdings begrenzen die negativen Vorgaben der Wall-Street-Futures die Gewinne.
Gegen 12:30 Uhr gibt der FTSE MIB um 0,2% nach, bei einem Handelsvolumen von rund einer Milliarde Euro.
Unter den auffälligsten Titeln:
Vor allem Bankaktien geraten nach den gestrigen Kursgewinnen unter Druck, der Branchenindex verliert 0,7%. Auch europaweit zählen Banken zu den wenigen schwächeren Sektoren.
Nach dem gestrigen Plus von 4,6% verliert UniCredit heute 1,2%. Anleger warten in den kommenden Tagen auf Entscheidungen des Verwaltungsgerichts (Tar) zur Anwendung des Golden Power durch die Regierung im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot (Ops) auf Banco Bpm (-0,8%). Nach den jüngsten Kurssteigerungen infolge der M&A-Turbulenzen im Sektor gibt MPS 0,9% nach, Mediobanca 0,7%, Bper -0,2% und Pop Sondrio -0,04%.
Die Hoffnung auf ein für Autohersteller nicht allzu nachteiliges Zollabkommen stützt den europäischen Sektor, wobei Stellantis um 1,5% zulegt.
Iveco hingegen leidet unter Gewinnmitnahmen und verliert 2,9%. Ein Händler erklärt dies auch mit dem Mangel an Neuigkeiten zu außergewöhnlichen Transaktionen im Verteidigungsbereich.
Im Verteidigungssektor gibt auch Leonardo nach einem starken Start um 0,6% nach.
Zu den Gewinnern zählen Campari (+1,3%), STMicroelectronics (+1,5%) und MFE MediaForEurope (+1,7%).
NewPrinces steigt um 4%, nachdem eine Vereinbarung über die Übernahme der Aktivitäten von Heinz Italia im Bereich Babynahrung und Spezialernährung (Plasmon, Nipiol, BiAglut, Aproten und Dieterba) erzielt wurde.
(Claudia Cristoferi, Redaktion: Andrea Mandalà)


















