Der südafrikanische Rand hat seine frühen Gewinne am Donnerstag nach besser als erwarteten Produktionsdaten behauptet, während Investoren die Handelsgespräche im Zuge der jüngsten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump genau beobachteten.

Um 15:05 Uhr GMT notierte der Rand bei 17,74 zum Dollar, etwa 0,6 % höher als beim Handelsschluss am Mittwoch. Dieses Niveau konnte er über weite Strecken der Sitzung halten.

Die Industrieproduktion Südafrikas stieg im Mai laut Angaben der Statistikbehörde, die am Donnerstag um 11:00 Uhr GMT veröffentlicht wurden, im Jahresvergleich um 0,5 %, nachdem sie im April noch um revidierte 6,4 % gefallen war.

Analysten, die von Reuters befragt wurden, sowie Volkswirte der Nedbank hatten mit einem Produktionsrückgang von 1,5 % beziehungsweise 0,5 % gerechnet.

,,Auch wenn die monatlichen Daten eine gewisse Verbesserung zeigen, bleiben die zugrunde liegenden Bedingungen schwach", erklärten die Volkswirte der Nedbank in einer Mitteilung.

In der Mitteilung wurde zudem auf einen Einkaufsmanagerindex verwiesen, der letzte Woche veröffentlicht wurde und eine vorsichtige Verbesserung der Stimmung im verarbeitenden Gewerbe zeigte - allerdings bleibt die Produktion schwach und es bestehen weiterhin logistische Engpässe.

,,Der Sektor kämpft weiterhin mit Überkapazitäten bei verhaltener globaler und inländischer Nachfrage sowie schwachen Rohstoffpreisen", hieß es weiter.

Der Top-40-Index der Johannesburger Börse legte um 0,1 % zu, gestützt durch stärkere Rohstoffpreise, die die an der lokalen Börse notierten Bergbauunternehmen beflügelten.

Die Preise für Edelmetalle konnten nach den Verlusten vom Mittwoch, die auf Trumps Drohung, einen 50 %igen Zoll auf Kupferimporte zu erheben, folgten, einen Teil ihrer Einbußen wieder wettmachen.

,,Südafrika ist ein bedeutendes rohstoffexportierendes Land, und Kupfer gehört zu seinen wichtigsten Mineralien. Steigen die Kupferpreise, stärkt das auch den Rand; fallen sie, führt das oft zu einer Schwäche der Währung", sagte Shaun Murison, Senior Market Analyst bei IG.

Die vollständigen Auswirkungen der Abgabe seien jedoch noch abzuwarten, fügte er hinzu.

Die Aktien der Branchenschwergewichte Anglo American und Glencore, die beide stark im Kupfergeschäft engagiert sind, stiegen jeweils um rund 4 %.

Auch Südafrikas richtungsweisende Staatsanleihe mit Laufzeit bis 2035 legte zu; die Rendite fiel um 5,5 Basispunkte auf 9,785 %.