Das von Nvidia unterstützte Unternehmen Perplexity AI hat am Mittwoch die Einführung von Comet bekannt gegeben, einem neuen Webbrowser mit KI-gestützten Suchfunktionen. Damit will das Start-up die Vormachtstellung von Alphabet's Google Chrome herausfordern.
Mit diesem Schritt betritt Perplexity AI den hart umkämpften Browsermarkt und verfolgt das Ziel, die klassische Navigation durch agentische KI zu ersetzen, die im Namen der Nutzer denken, handeln und Entscheidungen treffen kann.
Laut StatCounter hielt Google Chrome im Juni einen dominanten Marktanteil von 68 % am weltweiten Browsermarkt und festigte damit seine Position als meistgenutzter Browser der Welt - weit vor Safari, Microsoft Edge und Firefox.
Comet ermöglicht es Nutzern, Fragen zu stellen, Aufgaben zu erledigen und Recherchen in einer einzigen, einheitlichen Oberfläche durchzuführen. Der Browser verfügt über einen integrierten Assistenten, der Produkte vergleichen, Inhalte zusammenfassen, Termine buchen und komplexe Arbeitsabläufe in einfache, gesprächsbasierte Erlebnisse verwandeln kann.
Comet ist derzeit für Abonnenten verfügbar, die 200 US-Dollar pro Monat für Perplexity Max zahlen. Ein breiterer Zugang soll im Laufe des Sommers über Einladungen ermöglicht werden.
Mit prominenten Investoren wie Jeff Bezos, SoftBank und Nvidia im Rücken nutzt Perplexity die Markteinführung von Comet, um etablierte Anbieter wie Googles Chrome und Microsofts Edge direkt herauszufordern und gleichzeitig neue Einnahmequellen im Bereich Werbung und E-Commerce zu erschließen.
Im vergangenen Jahr hat OpenAI eine Suchmaschine zu ChatGPT hinzugefügt und den Dienst kürzlich allen Nutzern zugänglich gemacht. Auch Google führte im Mai letzten Jahres mit ,,AI Overviews" eine KI-basierte Suchfunktion ein.
Comet speichert Daten lokal und verzichtet darauf, persönliche Informationen für das Training von Modellen zu verwenden - ein Schritt, der besonders datenschutzbewusste Nutzer ansprechen dürfte.
Das Unternehmen sieht sich jedoch auch Kritik von Medienunternehmen wie den zu News Corp gehörenden Outlets, Forbes, Wired und dem Wall Street Journal-Mutterkonzern Dow Jones ausgesetzt, weil es deren Inhalte ohne Zustimmung oder Vergütung genutzt hat. Perplexity reagierte darauf mit der Einführung eines Publisher-Partnerprogramms, um mit Nachrichtenanbietern zusammenzuarbeiten.



















