UniCredit hat Appetit auf Großes und schnappt sich nach einem Happen Commerzbank nun den nächsten Leckerbissen: Die Komplettübernahme des Rivalen Banco BPM steht auf dem Menü, und zwar für schlappe 10 Milliarden Euro.
Die Weihnachtszeit naht und bei der italienischen Bank UniCredit läuft bereits der Gaumenschmaus auf Hochtouren. CEO Andrea Orcel, der Feinschmecker unter den Bankern, scheint ein Faible für ein ausgiebiges Mahl zu haben und ist bereit, die Konkurrenz zu verschlingen. Nachdem er sich in Deutschland mit einem 21%-Happen an der Commerzbank schon mal warmgegessen hat, scheint das nur ein kleiner Appetizer gewesen zu sein.
Offensichtlich hat die deutsche Delikatesse den Hunger von Orcel nicht gestillt. Er ist schon wieder in Italien und hat den Hauptgang im Visier: Dieses Mal will er nicht nur eine Scheibe der Pizza, sondern die ganze Banco BPM verschlingen. Sollte dieser Deal über die Bühne gehen, wäre das ein Festmahl der Superlative für UniCredit. Aber Achtung, wer zu hastig schlemmt, riskiert eine fette Bauchlandung.
Die Vision, ein Schwergewicht im europäischen Bankensektor zu werden, ist zwar verlockend, doch bevor UniCredit die Korken knallen lassen kann, müssen einige Gänge serviert werden. Zuerst muss Banco BPM ja sagen – und das ist noch alles andere als in der Tasche. Dann müssen die Aufseher ihren Segen geben. Die Europäische Zentralbank (EZB) muss grünes Licht für die Aufstockung bei der Commerzbank und für Banco BPM sowieso geben. Nicht zu vergessen, die italienische Kartellbehörde und eventuell auch die EU-Kommission müssen ihre Zustimmung geben.
Wenn alle Sterne für UniCredit richtig stehen, könnte die italienische Bank zum Goliath aufsteigen. Ihre Marktkapitalisierung würde von 55 auf stolze 82 Milliarden Euro wachsen und damit sogar BNP Paribas (mit ihren 62,3 Milliarden Euro) in den Schatten stellen. Trotzdem wäre sie immer noch ein Zwerg im Vergleich zu HSBC (164 Milliarden Dollar) und erst recht im Vergleich zu den amerikanischen Bankengiganten wie JPMorgan mit seinen unglaublichen 703 Milliarden Dollar.
Die Würfel sind noch nicht gefallen, und UniCredit muss sich bis 2025 gedulden, um zu sehen, ob aus den Plänen Realität wird. In der Zwischenzeit bleibt die Frage: Kann UniCredit dieses üppige Festmahl wirklich verdauen oder wird es ihr schwer im Magen liegen?
Die UniCredit S.p.A. ist eine der führenden europäischen Bankengruppen. Die Erträge verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche: - Privatkundengeschäft (48,6 %); - Firmenkunden-, Investment-, Finanz- und Marktbankgeschäft (47,2 %): Leasing, Factoring, Wertpapiergeschäfte, Beteiligung an den Zins-, Devisen-, Aktien- und Derivatemärkten, Börsenvermittlung usw.; - Sonstiges (4,2 %). Ende 2025 verwaltete die Gruppe Einlagen in Höhe von 535,4 Mrd. EUR und Kredite in Höhe von 433,5 Mrd. EUR. Produkte und Dienstleistungen werden über ein Netz von 3.075 Filialen vermarktet, die sich überwiegend in Italien (1.941) befinden. Die Umsatzerlöse (einschließlich konzerninterner Umsätze) verteilen sich geografisch wie folgt: Italien (44,1 %), Deutschland (21,9 %), Mittel- und Osteuropa (19 %), Österreich (10,5 %) und Russland (4,5 %).
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Investment
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Gesamt
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Qualität der Veröffentlichungen
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Dieses zusammengesetzte Rating ergibt sich aus dem Durchschnitt der Bewertungen in den Bereichen Rentabilität (zusammengesetzt), Ertragskraft (zusammengesetzt) und Finanzlage (zusammengesetzt). Damit die Berechnung durchgeführt werden kann, muss das Unternehmen in mindestens zwei dieser drei Bewertungskategorien erfasst sein. Wir empfehlen Ihnen, die zugehörigen Beschreibungen aufmerksam zu lesen.
ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.