Ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums erklärte am Mittwoch, dass die Bundesregierung weiterhin einer möglichen Übernahmeofferte von UniCredit für die Commerzbank ablehnend gegenübersteht, nachdem die italienische Bank ihren Anteil am deutschen Wettbewerber erhöht hat.
,,Die Bundesregierung unterstützt die Strategie der Unabhängigkeit der Commerzbank. Das hat die Bundesregierung UniCredit bereits sehr deutlich gemacht", sagte ein Ministeriumssprecher auf einer regulären Regierungspressekonferenz.
Die deutsche Regierung, die seit der globalen Finanzkrise 2008/09 Anteile an der Commerzbank hält, werde ihren Anteil nicht verkaufen, fügte der Sprecher hinzu.
UniCredit hatte am Dienstag mitgeteilt, ihren Anteil an der Commerzbank durch die Umwandlung von Derivaten auf 20 % erhöht zu haben. Damit verschafft sich das italienische Geldhaus einen größeren Einfluss beim deutschen Wettbewerber, während es versucht, den Widerstand gegen eine mögliche Übernahme zu überwinden.
Die Regierung lehne UniCredits ,,erneut unkoordinierte und unfreundliche Vorgehensweise" ab, so der Sprecher weiter.
Sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz als auch Finanzminister Lars Klingbeil haben sich zuvor bereits gegen eine Fusion der beiden europäischen Banken ausgesprochen.
Der Vorstandsvorsitzende von UniCredit hatte in der vergangenen Woche seinen Vorstoß für eine Fusion mit der Commerzbank erneuert und seine Argumente in einem Brief an Merz dargelegt.



















