Japans oberster Handelsunterhändler Ryosei Akazawa erklärte am Freitag, dass die Handelsverhandlungen mit den USA ,,weiterhin im Nebel liegen", obwohl beide Seiten bemüht seien, eine Einigung zu erzielen.

Bisher ist es Tokio nicht gelungen, ein Handelsabkommen mit Washington abzuschließen und das Ziel zu erreichen, Präsident Donald Trump davon zu überzeugen, den 25%-Zoll auf japanische Autos sowie einen 24%-Gegenzoll auf andere japanische Importe aufzuheben. Letzterer wurde bis zum 9. Juli ausgesetzt.

Der 9. Juli sei ein wichtiger Termin, aber kein Stichtag für die bilateralen Handelsgespräche, sagte Akazawa auf einer Pressekonferenz.

,,Wir suchen nach der Möglichkeit einer Einigung auf Ministerebene. Aber die Aussichten bleiben im Nebel", erklärte er mit Blick auf die Chancen, ein Abkommen zu erzielen.

Diese Äußerungen dürften die Befürchtungen schüren, dass sich die bilateralen Handelsgespräche möglicherweise bis nach der erwarteten Oberhauswahl am 20. Juli hinziehen könnten.

Analysten betonen, dass die bevorstehende Wahl es Premierminister Shigeru Ishiba erschwere, beim politisch sensiblen Thema der Agrarimporte Zugeständnisse zu machen.

Die Zölle setzen Japans ohnehin fragile Wirtschaft bereits erheblich unter Druck.

Im Mai gingen Japans Exporte zum ersten Mal seit acht Monaten zurück, da große Automobilhersteller wie Toyota von den umfassenden US-Zöllen getroffen wurden. Dies trübt die Aussichten für eine Wirtschaft, die stark vom Autoexport in die Vereinigten Staaten abhängt.