München (Reuters) - Siemens Healthineers sieht sich von den neuen Restriktionen für Einfuhren von Medizintechnik kaum berührt.
Der Erlanger Medizintechnik-Konzern produziere alle großen Geräte - ob CTs, MRTs oder Instrumente zur molekularen Bildgebung - für den chinesischen Markt in China selbst, erklärte ein Sprecher der Siemens-Medizintechnik-Tochter am Montag in Erlangen. "Daher gehen wir nicht davon aus, dass die aktuellen Entwicklungen materielle Auswirkungen auf unser Geschäft haben werden."
Siemens Healthineers erwirtschaftet in China rund elf Prozent seines Umsatzes und beschäftigt an sechs Produktions- und Entwicklungsstandorten dort 7000 Mitarbeiter. Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen hatten die Auftragseingänge jedoch deutlich gedrosselt.
China hatte am Sonntag Einfuhrbeschränkungen für Medizintechnik aus der Europäischen Union eingeführt. Diese gelten für alle Geräte und Instrumente, deren Wert 45 Millionen Yuan (5,3 Millionen Euro) übersteigt. Zudem beschränkt die Volksrepublik den Import von Medizintechnik aus anderen Ländern, wenn diese zu mehr als 50 Prozent des Vertragswertes aus in der EU hergestellten Komponenten bestehen. Produkte von europäischen Unternehmen, die in China produzieren, seien von der Maßnahme nicht betroffen. China reagiert damit auf eine Untersuchung der EU-Kommission zu öffentlichen Ausschreibungen für Medizintechnik in China. Die Wettbewerbshüter wollten prüfen, ob europäischen Anbietern ein fairer Zugang dazu gewährt werde. Als Ergebnis der Untersuchung könnten chinesischen Unternehmen Einschränkungen bei der Teilnahme an EU-Ausschreibungen drohen.
Die Ankündigung hatte am Montag vorübergehend die Aktien von Siemens Healthineers, Carl Zeiss Meditec und Drägerwerk unter Druck gesetzt.
(Bericht von Alexander Hübner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Siemens AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Elektro-und Elektronikgeräten. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- medizinische Geräte (29,6%): Systeme für die medizinische Bildgebung, Labordiagnostik und Hörgerätesysteme usw.;
- Lösungen für smarte Gebäude und Infrastrukturen (28,7%): Lösungen für den Energiewandel, Produkte der Klimatechnik (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen), Gebäudesicherheitssysteme (Brandmelde- und Brandschutzsysteme, Zugangskontrollsysteme, Videoüberwachung und Einbruchmeldeanlagen usw.), technische Gebäudemanagementsysteme usw.;
- Digitale Industrieausrüstungen (22,1%): automatisierte Produktions-, Montage-, Logistik- und Überwachungssysteme usw.;
- Mobilitätslösungen und -systeme (15,8%): Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungssysteme, Bahnelektrifizierungssysteme, digitale und cloudbasierte Lösungen usw.
Der restliche Umsatz (3,8%) wird insbesondere mit Finanzaktivitäten erzielt (Leasing, Ausrüstungs- und Projektfinanzierung, Finanzberatungsleistungen usw.).
Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Deutschland (14,8%), Europa / Gemeinschaft Unabhängiger Staaten / Afrika / Naher Osten (32%), Vereinigte Staaten (28%), Amerika (4,6%), China (9,1%), Asien und Australien (11,5%).
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Gesamt
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.