Visa und Mastercard haben sich bereit erklart, 197 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Sammelklage von Millionen von Verbrauchern beizulegen, die den Finanzdienstleistern vorwerfen, die Gebuhren fur den Bargeldzugang kunstlich hoch zu halten.

Die Anwalte der Klager haben die vorgeschlagene Einigung am Mittwoch in einer Eingabe an ein Bundesgericht in Washington, D.C., bekannt gegeben. Der Vergleich betrifft Verbraucher, die seit 2007 Bargeld an von Banken betriebenen Geldautomaten abgehoben haben.

Zwei weitere damit verbundene Sammelklagen - eine von Verbrauchern, die Geldautomaten von Nicht-Banken genutzt haben, und eine dritte von Unternehmen, die unabhangige Geldautomaten besitzen - sind vor einem Bundesgericht in Washington D.C. anhangig.

Der vorgeschlagene Deal muss noch vom Gericht genehmigt werden. Alle Angeklagten haben jegliches Fehlverhalten bestritten.

Visa wird im Rahmen der Vereinbarung 104,6 Millionen Dollar zahlen und Mastercard 92,8 Millionen Dollar, wie aus den Vergleichsunterlagen hervorgeht. Die beklagten Banken haben bereits fruher Anspruche in Hohe von 66 Millionen Dollar beglichen.

Visa und Mastercard reagierten nicht sofort auf Anfragen zur Stellungnahme.

Die Anwalte der Klager sagten, dass der Vergleich "sofortige und sichere Erleichterung" bringen wird.

Die Klager in den drei Fallen sagten, dass die Regeln des ATM-Netzwerks von Visa und Mastercard sie dazu veranlassten, kunstlich hohere Betrage fur Zugangsgebuhren zu zahlen. Insgesamt forderten sie Schadenersatz in Hohe von mehr als 9 Milliarden Dollar.

Der Beschluss wurde gefasst, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im April eine Berufung von Visa und Mastercard gegen die Entscheidung eines Richters einer unteren Instanz abgewiesen hatte, die es den Gruppen von Klagern erlaubte, sich zusammenzuschliessen und als Sammelklager zu klagen.

Visa und Mastercard hatten argumentiert, der Richter habe es versaumt, eine "strenge Analyse" durchzufuhren, bevor er die Sammelklagen zugelassen hat.

Die Zahl der Mitglieder der vorgeschlagenen Sammelklagergruppe wurde auf mindestens 175 Millionen geschatzt.

Die Verbraucher werden die Moglichkeit haben, Einspruch gegen die Bedingungen des Vergleichs zu erheben, einschliesslich der Hohe des Fonds und der Anwaltskosten, die

Visa und Mastercard sind Beklagte in einem langwierigen Verfahren vor einem Bundesgericht in Brooklyn, in dem es um die Behauptung geht, dass sie Handlern und anderen Personen bei Transaktionen mit Debit- und Kreditkarten zu viel berechnet haben.