Mastercard weitet sein datengestütztes First-Party Trust-Programm aus, um dem Anstieg von First-Party- oder ,,Friendly"-Fraud entgegenzuwirken - einem Betrug, bei dem echte Transaktionen von Karteninhabern versehentlich oder absichtlich angefochten werden. Der E-Commerce hat das Transaktionserlebnis revolutioniert, gleichzeitig aber auch den Bedarf an Transparenz bei Zahlungen für Händler, Kleinunternehmer und Gründer erhöht. Für Kunden ist es heute einfacher denn je, eine Debit- oder Kreditkartentransaktion zu bestreiten, die sie nicht erkennen.
Der Kartenaussteller muss dann entscheiden, ob dem Karteninhaber der Transaktionsbetrag erstattet wird - dies ist als Chargeback bekannt. Laut dem ,,2025 State of Chargebacks"-Bericht von Mastercard wird die globale Belastung durch Chargebacks für Händler bis 2028 voraussichtlich auf 42 Milliarden US-Dollar steigen, wobei nahezu die Hälfte als betrügerisch gemeldet wird. Um dieses Problem zu bekämpfen, erweitert Mastercard sein First-Party Trust-Programm auf Kanada, Lateinamerika, die Karibik und die Region Asien-Pazifik.
Das Programm unterstützt Unternehmen jeder Größe bei zeit- und ressourcenintensiven Aufgaben wie Recherche und Bearbeitung von Ansprüchen. Es ermöglicht einen verbesserten Datenaustausch - entweder zum Zeitpunkt der Transaktion oder wenn ein Streitfall gemeldet wird. Aussteller können so Drittparteienbetrug, bei dem jemandes Daten ohne Zustimmung verwendet werden, besser von First-Party-Betrug unterscheiden und erhalten verlässliche Informationen zur Lösung von Streitfällen mit Karteninhabern. Das Programm bietet zwei Methoden, um diese erweiterten Erkenntnisse zwischen Händlern und Kartenausstellern auszutauschen.
Händler können erweiterte Daten während der Autorisierung einbinden oder sie nach der Transaktion im Rahmen des Streitbeilegungsprozesses übermitteln. Ziel des Programms ist es, die Streitbeilegung durch folgende Maßnahmen zu verbessern: Erweiterte Signale für Aussteller, die tiefere Einblicke in die Kaufhistorie des Karteninhabers, Gerätedetails, Lieferinformationen, Identitätsmerkmale und geografische Standorte bieten. Neue Regeln definieren überzeugende Beweise zur Identifizierung echter Käufe und zur Vermeidung unnötiger, fehlerhafter Streitfälle, einschließlich Chargeback-Schutz für Händler bei Einhaltung der First-Party Trust-Datenanforderungen.
Über diese Initiative hinaus arbeitet Mastercard weiterhin mit Partnern im gesamten Zahlungsökosystem zusammen, um anderen Formen von First-Party-Betrug, wie Rückerstattungs- und Rückgabe-Missbrauch, entgegenzuwirken. Im Rahmen dieser Bemühungen hat Mastercard zu Beginn dieses Jahres eine neue branchenweite Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um dieser wachsenden Herausforderung gezielt zu begegnen.


















