Der italienische Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtkonzern Leonardo führt Gespräche mit dem deutschen Unternehmen Rheinmetall über eine strategische Allianz für Panzer, so eine Quelle, die der Angelegenheit nahe steht, am Mittwoch.

Die Quelle bestätigte damit einen Bericht der italienischen Tageszeitung La Repubblica, in dem es hieß, dass Leonardo sich nach dem Scheitern der Verhandlungen mit einem anderen Partner, dem deutsch-französischen Konsortium KMW+Nexter Defence Systems (KNDS), an Rheinmetall wendet.

Leonardo gab das Scheitern der Gespräche über eine Panzerallianz mit KNDS am Dienstag bekannt und erklärte, dass man sich weiterhin verpflichtet fühle, eine neue Generation von gepanzerten Fahrzeugplattformen für die italienische Armee - ein Main Ground Combat System (MGCS) - "in Zusammenarbeit mit anderen qualifizierten Partnern" zu entwickeln.

Rheinmetall lehnte es ab, die Angelegenheit zu kommentieren.

Im November sagte der CEO von Leonardo, Roberto Cingolani, sein Unternehmen wolle sich auf europäische Allianzen konzentrieren und regionale Giganten schaffen. (Berichte von Romolo Tosiani und Matthias Inverardi, Bearbeitung durch Alvise Armellini/Keith Weir)