Der britische Pharmakonzern GSK hat am Montag bekannt gegeben, einen Antrag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht zu haben, um die Anwendung seines Impfstoffs gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) auf Erwachsene unter 50 Jahren mit erhöhtem Krankheitsrisiko auszuweiten.

Im Falle einer Zulassung auf dem weltweit größten Pharmamarkt würde GSKs Impfstoff Arexvy im Alterssegment der 18- bis 49-Jährigen mit Modernas mRESVIA und Pfizers Abrysvo um Marktanteile konkurrieren.

RSV ist ein weit verbreitetes Atemwegsvirus, das saisonale Infektionen wie die Grippe verursacht und eine der Hauptursachen für Lungenentzündungen sowie Todesfälle bei Säuglingen und älteren Erwachsenen darstellt.

Der Impfstoff von GSK ist in den USA derzeit zur Vorbeugung von RSV-bedingten Erkrankungen bei Erwachsenen ab 60 Jahren sowie bei gefährdeten Erwachsenen im Alter von 50 bis 59 Jahren zugelassen. Obwohl GSK anfangs einen Vorsprung bei den Zulassungen hatte, ist das Unternehmen inzwischen hinter die Konkurrenz zurückgefallen und die Verkaufszahlen sind stark gesunken.

Die FDA wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 über die erweiterte Anwendung von Arexvy entscheiden, teilte GSK mit. Auch europäische Regulierungsbehörden werden bis dahin über einen ähnlichen Antrag befinden.