Der deutsche Verpackungs- und Medizintechnikhersteller Gerresheimer hat die Gespräche über einen möglichen Verkauf des Unternehmens nach monatelangen Verhandlungen seit Anfang 2025 beendet, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte.

Im Februar hatte das in Düsseldorf ansässige Unternehmen bestätigt, sich in frühen Gesprächen mit Private-Equity-Investoren über einen möglichen Verkauf zu befinden. Zu den potenziellen Käufern zählten unter anderem KPS Capital Partners und Warburg Pincus.

Besonders Aufmerksamkeit erregt Gerresheimer mit der Produktion von Pens, die für die Injektion von Medikamenten zur Gewichtsreduktion wie Wegovy von Novo Nordisk verwendet werden.

„Nach einer sorgfältigen Analyse ... ist das Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass die Fortsetzung der Gespräche nicht im besten Interesse des Unternehmens und seiner Stakeholder liegt“, hieß es in der Mitteilung von Gerresheimer.

Nach der Bekanntgabe fiel die Gerresheimer-Aktie im späten Handel auf Tradegate um 6%.

Das Unternehmen hatte zuletzt mit einer schwachen Nachfrage in den Bereichen Kosmetik und orale Flüssigkeiten zu kämpfen, was dazu führte, dass es vergangene Woche die untere Grenze seiner Umsatzwachstumsprognose für 2025 senkte. Nun rechnet Gerresheimer nur noch mit einem Wachstum von 0 bis 2 Prozent, zuvor lag die Spanne bei 1 bis 2 Prozent.

Am 15. Oktober will das Unternehmen jedoch eine strategische Überprüfung seines Geschäfts mit geformtem Glas vorlegen, einem Segment, das möglicherweise ausgegliedert werden könnte.

Mittelfristig erwartet Gerresheimer ein organisches Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine organisch bereinigte EBITDA-Marge von 23 bis 25 Prozent, wie es in der Mitteilung vom Mittwoch hieß.