Die Federal Communications Commission (FCC) hat am Mittwoch angekündigt, neue Regeln zu erlassen, die es Unternehmen untersagen sollen, Untersee-Kommunikationskabel mit den Vereinigten Staaten zu verbinden, wenn diese chinesische Technologie oder Ausrüstung enthalten.
„In den letzten Jahren haben wir gesehen, wie die Infrastruktur von Unterseekabeln durch ausländische Gegner wie China bedroht wurde“, erklärte FCC-Vorsitzender Brendan Carr in einer Stellungnahme. „Wir ergreifen daher Maßnahmen, um unsere Unterseekabel vor ausländischem Besitz, Zugriff sowie vor Cyber- und physischen Bedrohungen zu schützen.“
Die Vereinigten Staaten äußern seit Jahren Bedenken hinsichtlich Chinas Rolle bei der Abwicklung des Netzwerkverkehrs und der potenziellen Gefahr von Spionage. Die USA haben umfassende Sicherheitsbedenken in Bezug auf das Netzwerk von mehr als 400 Unterseekabeln, die 99 % des internationalen Internetverkehrs abwickeln.
Seit 2020 haben US-Regulierungsbehörden maßgeblich zur Streichung von vier Kabelprojekten beigetragen, deren Initiatoren eine Verbindung zwischen den USA und Hongkong herstellen wollten.
Die FCC erklärte im vergangenen Jahr, dass sie angesichts wachsender Sicherheitsbedenken neue Regeln für Untersee-Internetkabel prüfe, als Teil einer Überprüfung der Vorschriften für die Verbindungen, die nahezu den gesamten weltweiten Online-Verkehr abwickeln. Die FCC erwägt, die Nutzung von Ausrüstungen oder Dienstleistungen in diesen Unterseekabel-Einrichtungen von Unternehmen zu verbieten, die auf einer FCC-Liste als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA eingestuft sind, darunter Huawei, ZTE, China Telecom und China Mobile.
Carr betonte erneut, dass die FCC Maßnahmen ergreift, um „unsere Unterseekabel gegen ausländischen Besitz, Zugriff sowie gegen Cyber- und physische Bedrohungen zu schützen.“
Die FCC wird zudem Stellungnahmen zu weiteren Maßnahmen einholen, um die Sicherheit von Unterseekabeln vor ausländischer Technologie zu schützen.
Das Durchtrennen von zwei Glasfaser-Unterseekabeln in der Ostsee hatte Ermittlungen wegen möglicher Sabotage ausgelöst.
Im Jahr 2023 beschuldigte Taiwan zwei chinesische Schiffe, die einzigen beiden Kabel, die den Internetzugang auf den Matsu-Inseln sichern, durchtrennt zu haben. Zudem könnten Huthi-Angriffe im Roten Meer für das Durchtrennen von drei Kabeln verantwortlich gewesen sein, die Internetdienste für Europa und Asien bereitstellen.


















