Chery gab am Dienstag bekannt, dass die Marke in den kommenden Wochen den Verkauf ihrer Fahrzeuge in Großbritannien mit zwei neuen SUV-Modellen aufnehmen wird. Damit reiht sich Chery in die wachsende Zahl chinesischer Autohersteller und Marken ein, die auf einem der wettbewerbsintensivsten Automärkte Europas um Marktanteile kämpfen.

Bereits im vergangenen August hatte Chery seine Marke Omoda in Großbritannien eingeführt, gefolgt von der Marke Jaecoo im Januar.

Das Unternehmen machte keine genauen Angaben zu den beiden neuen Modellen, betonte jedoch, dass diese ,,für den lokalen Markt optimiert" seien und landesweit in den Autohäusern des Unternehmens erhältlich sein werden.

Gary Lan, der die Marken Chery, Omoda und Jaecoo in Großbritannien leitet, erklärte: ,,Der Start spiegelt unser Vertrauen in die britische Automobilbranche sowie die Attraktivität unserer Fahrzeuge für die lokalen Käufer wider."

Der chinesische Konkurrent Geely hatte vergangene Woche angekündigt, seine Marke Geely ebenfalls in Großbritannien einzuführen. Das elektrische SUV-Modell EX5 soll im vierten Quartal in den Verkauf gehen.

Großbritannien ist Europas größter Markt für Elektrofahrzeuge und hat - im Gegensatz zur Europäischen Union - keine Zölle auf in China produzierte Elektroautos erhoben.

Auch Changan wird in diesem Jahr mit dem Verkauf seines elektrischen Deepal S07 SUV an britische Kunden beginnen, die Auslieferungen starten im September.

Die Marken BYD, Xpeng und MG von SAIC verkaufen bereits Fahrzeuge in Großbritannien, ebenso wie Leapmotor über ein Joint Venture mit dem weltweit viertgrößten Autohersteller Stellantis.

Im vergangenen Jahr stiegen die weltweiten Verkaufszahlen von Chery um 38 Prozent auf 2,6 Millionen Fahrzeuge, womit das Unternehmen zum zwölftgrößten Automobilhersteller der Welt avancierte.
(Bericht von Nick Carey, Redaktion: Louise Heavens)