Der deutsche Automobilhersteller BMW hat am Donnerstag einen moderaten Anstieg der Auslieferungen im zweiten Quartal gemeldet. Während die wachsende Nachfrage in Europa einen Rückgang in China ausglich, zeigte sich der US-Markt widerstandsfähig.
Im Zeitraum von April bis Juni stiegen die Auslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce im Jahresvergleich um 0,4 % auf insgesamt 621.271 Fahrzeuge, teilte das Unternehmen mit.
Die Verkäufe von BMW und MINI legten in Europa um 10,1 % und in den Vereinigten Staaten um 1,4 % zu. In China hingegen sanken die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,7 %, so der Autobauer.
,,Das Wachstum auf dem US-Markt im Quartal ist ein Zeichen von Widerstandsfähigkeit, angesichts der anhaltenden Zollbelastungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Region", erklärte Pal Skirta, Analyst bei Metzler Equities.
Im Gegensatz dazu hatte der Konkurrent Mercedes zuvor für seine Pkw-Sparte im zweiten Quartal einen Absatzrückgang von 14 % in Nordamerika gemeldet.
Deutsche Autobauer setzen derzeit auf eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump, um einen hohen Zollsatz von 25 % auf Auto- und Autoteileimporte zu ersetzen. Davon würden insbesondere BMW und Mercedes-Benz profitieren, da beide Unternehmen große Werke in den Vereinigten Staaten betreiben.
Der Analyst verwies zudem auf ,,die starke Performance der Marke MINI, die in allen Regionen Wachstum verzeichnete" und dazu beitragen sollte, die Marktbedenken im Zusammenhang mit dem kürzlich in einigen Märkten eingeführten Agenturvertriebsmodell zu verringern.



















