Der deutsche Chemiekonzern BASF hat am Freitag mitgeteilt, dass er seine Jahresprognose nach unten korrigiert. Als Gründe nennt das Unternehmen ein schwächer als erwartetes globales Wirtschaftswachstum sowie eine rückläufige Nachfrage nach Chemikalien infolge der US-Zölle.

Der in Ludwigshafen ansässige Branchenriese hatte bereits zuvor gewarnt, dass die hohe Unsicherheit durch US-Zölle und mögliche Gegenmaßnahmen anderer Länder das Geschäft belaste. BASF betonte, dass die Androhung von Handelszöllen dazu führe, dass Kunden insgesamt vorsichtiger bestellten.

In einer außerplanmäßigen Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse am Freitag erklärte BASF, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen im Jahr 2025 voraussichtlich zwischen 7,3 Milliarden Euro (8,54 Milliarden US-Dollar) und 7,7 Milliarden Euro liegen wird.

Damit senkt das Unternehmen seine bisherige Prognose, die noch von einem EBITDA zwischen 8,0 und 8,4 Milliarden Euro ausgegangen war.

,,Das globale Bruttoinlandsprodukt wird 2025 voraussichtlich weniger stark wachsen als bislang angenommen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die US-Zölle zurückzuführen", so BASF.

Weiter hieß es: ,,Im Jahr 2025 wird die Marktnachfrage nach chemischen Produkten voraussichtlich weniger stark wachsen als bislang erwartet."

Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass der operative Gewinn im zweiten Quartal um 9,7 Prozent zurückging - im Rahmen der Markterwartungen.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen fiel auf 1,77 Milliarden Euro und entsprach damit genau dem Konsens, der auf der Unternehmenswebseite veröffentlicht wurde, lag jedoch unter den 1,96 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums.

(1 US-Dollar = 0,8553 Euro)