Italiens viertgrößte Bank, BPER Banca, hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass sie sich im Rahmen ihres Übernahmeangebots nahezu 36% an der Banca Popolare di Sondrio (BPSO) gesichert hat. Dieser Anteil wird von BPER als ausreichend angesehen, um die Kontrolle über den kleineren Wettbewerber zu erlangen.
Im Februar hatte BPER ein reines Aktientauschangebot für BPSO gestartet, nachdem die Aktivität im italienischen Finanzsektor wieder zugenommen hatte. In der vergangenen Woche verbesserte die Bank ihr Angebot, indem sie eine Barauszahlung von 1,00 Euro (1,17 US-Dollar) pro BPSO-Aktie hinzufügte und damit die BPSO mit 5,44 Milliarden Euro bewertete.
Frühere Daten der Borsa Italiana zeigten am selben Tag, dass die Annahmequote 35,96% des Aktienkapitals der Banca Popolare di Sondrio erreicht hatte.
Die Annahmefrist für das Angebot endet laut BPER am Freitag. Das Gebot unterstreicht das hohe Tempo von Übernahmen und Angeboten im italienischen Bankensektor im vergangenen Jahr.
BPER verfügt laut LSEG-Daten über eine Marktkapitalisierung von etwa 10,8 Milliarden Euro und ist damit mehr als doppelt so groß wie Popolare di Sondrio mit 5,36 Milliarden Euro.
(1 US-Dollar = 0,8554 Euro)

















