Die Aktien des indischen Unternehmens Glenmark Pharmaceuticals sprangen am Freitag um 10 % auf ein neues Rekordhoch, nachdem die Tochtergesellschaft des Konzerns einen Lizenzvertrag mit dem US-Unternehmen AbbVie über eine neuartige Blutkrebsbehandlung abgeschlossen hatte.
Die Aktie war der prozentual größte Gewinner im Nifty Pharma Index, der um 0,3 % zulegte, während der Leitindex Nifty 50 einen Rückgang von 0,8 % verzeichnete.
Gemäß dem Abkommen erhält AbbVie die exklusiven Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von ISB 2001 in Nordamerika, Europa, Japan und Großchina. Ichnos Glenmark Innovation (IGI) erhält eine Vorabzahlung von 700 Millionen US-Dollar und könnte zusätzlich bis zu 1,22 Milliarden US-Dollar an erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen erhalten.
"Dies ist möglicherweise das größte Geschäft eines indischen Unternehmens im Bereich der Biotechnologie", erklärte Shrikant Akolkar, Analyst beim Brokerhaus Nuvama.
Das Analysehaus Nomura erwartet, dass IGI nach dem Abschluss des Deals die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich steigern wird, da das Unternehmen nun über ausreichende finanzielle Mittel verfüge. Zudem sei es wahrscheinlich, dass Glenmark in naher bis mittlerer Zukunft einen Börsengang für IGI in Erwägung ziehen werde.
Motilal Oswal betonte, dass das Abkommen die verbesserten kommerziellen Aussichten für innovative Forschung und Entwicklung bestätige. Das Brokerhaus hob das Kursziel für die Aktie auf 2.430 Rupien an, nach zuvor 1.690 Rupien - der höchste Wert unter den neun Analysten, die die Aktie laut Daten von LSEG beobachten.
Im Durchschnitt empfehlen Analysten die Aktie weiterhin zum Kauf, wobei das mittlere Kursziel bei 1.665 Rupien liegt - deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.
Glenmark ist bislang der beste Wert im 20 Mitglieder umfassenden Pharmaindex und legte im laufenden Jahr um 30 % zu, während der Subindex einen Rückgang von 4,8 % verzeichnete.


















