Der erste Grund liegt darin, dass der Titel zwischen dem Tiefpunkt am 7. Januar (53,30 EUR) und dem Höchststand am 2. März (73 EUR) bereits um 37 % zugelegt hatte. Der Konzern profitierte somit schon vor den jüngsten Schlägen gegen den Iran von einer deutlichen Aufwertung. Zahlreiche Analysten hatten ihre Kursziele für TotalEnergies in den letzten Wochen angehoben, was dazu beitrug, das Kaufinteresse aufrechtzuerhalten.

Der zweite, pragmatischere Grund ist die starke Präsenz des französischen Energieriesen im Nahen Osten, in den an den Konflikt angrenzenden Gebieten. Unter den europäischen Akteuren ist es sogar das Unternehmen mit der höchsten lokalen Produktion: 35 %, weit vor Shell (20 %), OMV (17 %) und BP Plc (13 %), so die Daten von Oddo BHF. Investoren fürchten, dass Produktion und Export beeinträchtigt werden könnten, sollte der regionale Konflikt andauern.

Auch wenn TotalEnergies weniger stark zulegt als der Branchendurchschnitt, bleibt der Titel im Vergleich zu den aktuellen Marktturbulenzen relativ sicher. Die Aktie notiert an diesem Montag, den 9. März, nahe der Nulllinie, während der CAC 40 um 2,2 % einbricht. Auf Monatssicht verzeichnet sie ein Plus von 8 %, während der Pariser Leitindex im gleichen Zeitraum 3,4 % verliert.