Ein Wert von über 50 deutet auf Wachstum im Dienstleistungssektor hin, der mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmacht. Der dreimonatige Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat den Rohstoffversand massiv gestört und die Preise für Güter wie Energie, Aluminium und Düngemittel in die Höhe getrieben. Der Anstieg des Dienstleistungs-PMI spiegelt die vom ISM in dieser Woche gemeldete Belebung der Industrietätigkeit wider. Der Teilindex für Auftragseingänge bei Dienstleistungsunternehmen sprang von 53,5 im April auf 57,3. Ein Indikator für die Lagerbestände im Dienstleistungssektor kletterte von 53,1 im Vormonat auf 62,5. Die Unternehmensbestände wurden zuvor vier Quartale in Folge abgebaut - die längste Phase dieser Art seit der Großen Rezession. Das Wachstum bei den Auftragsbeständen verlangsamte sich jedoch ebenso wie die Exporte. Das Maß für die von den Unternehmen gezahlten Einkaufspreise erhöhte sich von 70,7 im Vormonat auf 71,3, was darauf hindeutet, dass der Ölpreisschock weiterhin auf den Dienstleistungssektor ausstrahlt. Die Inflation stieg im April mit dem schnellsten Tempo seit drei Jahren, wie die Regierung letzte Woche berichtete.
Die Finanzmärkte gehen davon aus, dass die Federal Reserve ihren Leitzins bis ins nächste Jahr hinein in der Spanne von 3,50% bis 3,75% belassen wird. Der Index für die Lieferzeiten der Zulieferer ging von 56,8 im April auf einen immer noch hohen Wert von 55,2 zurück. Ein Wert über 50 signalisiert langsamere Lieferungen. Der erhöhte Wert dürfte zum Anstieg des Dienstleistungs-PMI beigetragen haben, da sich die Wirtschaft festigt und die Nachfrage steigt. In diesem Fall sind es jedoch die angespannten Lieferketten, welche die Lieferzeiten verlängern.
Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor blieb verhalten. Das ISM stellte eine Zunahme der 'natürlichen Fluktuation' fest. Der ISM-Beschäftigungsindikator erwies sich jedoch in der Vergangenheit nicht als verlässlicher Prognosefaktor für die Stellenbesetzungen im privaten Dienstleistungssektor innerhalb des viel beachteten Arbeitsmarktberichts des Arbeitsministeriums. Die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft verzeichneten zuletzt zwei Monate in Folge Zuwächse von über 100.000. Laut einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen dürften die Stellenbesetzungen im Mai um 85.000 gestiegen sein, nach einem Plus von 115.000 im April.
Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich stabil bei 4,3% verharren. (Berichterstattung durch Lucia Mutikani; Redaktion durch Chizu Nomiyama)




























