US-Pràsident Donald Trump sagte am Sonntag, dass die Vereinigten Staaten bald eine Einigung mit Kuba erzielen oder andere Maßnahmen ergreifen könnten. Dies deutet darauf hin, dass es in den seit langem angespannten Beziehungen schnell zu Entwicklungen kommen könnte.

„Kuba will auch einen Deal machen, und ich denke, wir werden ziemlich bald entweder einen Deal machen oder tun, was auch immer wir tun müssen“, sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One. „Wir sprechen mit Kuba, aber wir werden uns erst um den Iran kümmern, bevor wir uns Kuba zuwenden.“

Die Kommentare fallen in eine Zeit, in der die Spannungen zwischen Washington und Havanna nach Jahren der Sanktionen, diplomatischer Reibereien sowie Streitigkeiten über Migration und Sicherheit weiterhin hoch sind. Regionale Verbündete und Investoren achten genau auf Anzeichen für einen Kurswechsel in der Politik.

Kubas Pràsident Miguel Díaz-Canel sagte am Freitag, dass das Land Gespràche mit den Vereinigten Staaten aufgenommen habe, wàhrend die Insel vor einer ihrer schwersten Wirtschaftskrisen seit Jahrzehnten steht.

„Diese Gespràche zielten darauf ab, durch Dialog Lösungen für die bilateralen Differenzen zu finden, die zwischen unseren beiden Nationen bestehen“, sagte Diaz-Canel in einem Video, das im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde.

Diaz-Canel sagte, er hoffe, dass die Verhandlungen die beiden langjàhrigen Rivalen „weg von der Konfrontation“ führen würden.

Die Wirtschaftskrise des Landes wurde durch Unterbrechungen bei den Erdölimporten verschàrft, auf die die Insel für den Betrieb von Kraftwerken und Verkehrsnetzen angewiesen ist. Treibstoffmangel hat die Behörden dazu gezwungen, landesweit rollierende Stromausfàlle zu verhàngen und einige öffentliche Dienstleistungen einzuschrànken.

Trump hatte in den letzten Wochen eine Reihe von Erklàrungen abgegeben, in denen er behauptete, Kuba stehe kurz vor dem Zusammenbruch oder sei bestrebt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten zu schließen. Am Montag sagte er, Kuba könnte Gegenstand einer „freundlichen Übernahme“ sein, und fügte dann hinzu: „Es könnte auch keine freundliche Übernahme sein.“

Trotz der erneuten Kontaktaufnahme bestehen weiterhin erhebliche Differenzen zwischen den beiden Regierungen. US-Beamte haben angedeutet, dass jede Lockerung des Drucks wahrscheinlich von politischen und wirtschaftlichen Zugestàndnissen Havannas abhàngen würde, wàhrend die kubanische Führung darauf beharrt, dass Verhandlungen die Unabhàngigkeit der Insel respektieren müssen.