Die Äußerungen spiegeln die Unterstützung für die aktuelle Strategie des Unternehmens wider: Zuerst soll das Geschäft stabilisiert und erst später über mögliche strategische Optionen nachgedacht werden.
Der US-amerikanische aktivistische Aktionär Ananym Capital hatte im Dezember eine Beteiligung an Siemens Energy offengelegt und sich für eine Abspaltung des Windgeschäfts Siemens Gamesa ausgesprochen. Er argumentierte, dass dieses in Zukunft zehn Milliarden US-Dollar wert sein könnte.
Das Management des Konzerns hat eingeräumt, dass die Idee Potenzial hat, will jedoch vorerst das Geschäft umstrukturieren und strebt nach einem Verlust von 1,36 Milliarden Euro (1,61 Milliarden US-Dollar) im Jahr 2025 für dieses Jahr die Gewinnschwelle an.
HOHER AKTIENKURS VON SIEMENS ENERGY BIETET MANAGEMENT RÜCKENDECKUNG
Das Schicksal von Siemens Gamesa dürfte bei der Hauptversammlung des Konzerns am 26. Februar zu Diskussionen unter den Aktionären führen.
Tobias Klaholz, Fondsmanager bei DWS, das laut LSEG-Daten 1,84 % an Siemens Energy hält, sagte, es sei entscheidend, die kurzfristige Priorität der Stabilisierung der Sparte und einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität zu erfüllen.
"Daher erscheint eine mögliche Abspaltung derzeit zu früh. Mittelfristig macht eine Überprüfung von Siemens Gamesa jedoch definitiv Sinn", sagte er.
Auch Ingo Speich von Deka Investment, das rund 0,88 % an dem deutschen Energieanlagenhersteller hält, betonte, der Fokus sollte auf der Restrukturierung von Siemens Gamesa liegen.
"Sollten allerdings neue erhebliche Belastungen auftreten, könnte sich das schnell ändern. Dann müsste die Zukunft der Windkraftsparte umfassender überdacht werden", sagte er.
Aktionäre erklärten, dass die Kursentwicklung der Siemens Energy-Aktie, die durch die Nachfrage nach Infrastruktur zur Versorgung von KI-Technologie gestützt wird, dem Management angesichts der anhaltenden Probleme bei Siemens Gamesa etwas Rückendeckung verschafft habe.
Fondsmanagerin Maria Mihaylova von Union Investment argumentierte, Siemens Gamesa sei ein "wichtiger Bestandteil der Erfolgsgeschichte von Siemens Energy" und derzeit bestehe keinerlei Bedarf für eine Abspaltung.
(1 US-Dollar = 0,8430 Euro)



















