Das französische Luft- und Raumfahrt- sowie Technologieunternehmen Thales meldete am Dienstag einen leicht über den Erwartungen liegenden jährlichen Kerngewinn und prognostizierte für dieses Jahr höhere Gewinnmargen.

Europas größter Verteidigungstechnologiekonzern teilte mit, dass die letztjährige Performance vor allem vom Hauptgeschäft im Verteidigungsbereich sowie von der Nachfrage nach Avionik- und Raumfahrtaktivitäten getragen wurde.

Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf vergleichbarer Basis um 14% auf 2,74 Milliarden Euro ($3,20 Milliarden) bei einem Umsatzplus von 8,8% auf 22,14 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte gegenüber dem Rekordjahr 2024 um 1% auf 25,26 Milliarden Euro zu.

Analysten hatten laut von Thales zusammengestellten Schätzungen mit einem bereinigten operativen Gewinn von 2,7 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 21,88 Milliarden Euro und einem Auftragseingang von 25,21 Milliarden Euro gerechnet.

Die Thales-Aktien entwickelten sich besser als der breitere Markt, der durch den Konflikt im Nahen Osten unter Druck stand. Die Aktien lagen im Mittagshandel um 1,8% im Minus, während der Blue-Chip-Index CAC40 um 2,6% nachgab.

Das Unternehmen erklärte, dass das Verteidigungsgeschäft insbesondere durch die Nachfrage nach Luftverteidigungssystemen, vor allem in Europa, gestützt wurde.

CEO Patrice Caine sagte, es sei noch zu früh, um die Auswirkungen des jüngsten Golf-Konflikts auf die Verteidigungsausgaben oder Lieferketten zu beurteilen.

„Niemand weiß heute, wie sich die Lage entwickeln wird. Aber es ist eine Erinnerung daran, dass der gestörte Zustand der Geopolitik im Allgemeinen die Länder dazu veranlasst, mehr in Sicherheit und damit in Verteidigung zu investieren“, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Die Rückkehr zum Wachstum im Cybersicherheitsgeschäft des Unternehmens bleibe eine Priorität, so Caine, ebenso wie die geplante Fusion der Satellitenaktivitäten mit Airbus und Leonardo, die derzeit von den europäischen Wettbewerbsbehörden geprüft wird.

Für 2026 prognostizierte der Hersteller von Radar-, Satelliten- und Digitalsystemen eine operative Gewinnmarge von 12,6% bis 12,8%, nach 12,4% im Vorjahr. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem zugrunde liegenden Umsatzwachstum von 6 bis 7% und erklärte, dass der Auftragseingang weiterhin schneller wachsen werde als der Umsatz.

($1 = 0,8562 Euro)