Thailands jährliche Inflationsrate lag im Januar zum zehnten Mal in Folge im negativen Bereich. Verantwortlich dafür waren niedrigere Energiepreise sowie staatliche Unterstützungsmaßnahmen. Ab April soll die Teuerung jedoch wieder ins Plus drehen, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) sank im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 0,66 Prozent, nachdem im Vormonat bereits ein jährlicher Rückgang von 0,28 Prozent verzeichnet wurde, so das Handelsministerium.

Der Wert lag damit unter der von Reuters prognostizierten Abnahme von 0,40 Prozent und blieb deutlich unterhalb des Inflationsziels der Zentralbank, das zwischen 1 Prozent und 3 Prozent liegt.

Der Gouverneur der Bank von Thailand, Vitai Ratanakorn, hatte zuvor erklärt, dass die Inflation im kommenden Jahr voraussichtlich wieder in den Zielkorridor zurückkehren werde.

Einige Ökonomen erwarten, dass die Zentralbank bei ihrer nächsten Sitzung am 25. Februar den Leitzins erneut senken könnte.

Das Handelsministerium geht davon aus, dass die Gesamtinflation auch im Februar und März negativ bleibt und im ersten Quartal bei minus 0,43 Prozent verharrt, sagte Natiya Suchinda, stellvertretende Leiterin des Amts für Handelspolitik und Strategie, auf einer Pressekonferenz.

Es herrsche jedoch noch keine Deflation, da die Kernrate weiterhin positiv sei, so Suchinda.

Ab April werde die Gesamtinflation wieder ins Plus drehen, mit erwarteten Anstiegen auf 0,38 Prozent, 0,90 Prozent und 1,15 Prozent im zweiten, dritten beziehungsweise vierten Quartal, fügte sie hinzu.

"Die Erwartung, dass die Inflation im zweiten Quartal wieder positiv wird, liegt an saisonalen Faktoren, da die Sommermonate in der Regel die Preise für frisches Gemüse und Obst steigen lassen", erklärte Natiya.

Der Kern-VPI, der schwankungsanfällige Energie- und Frischwarenpreise ausklammert, stieg im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 0,60 Prozent und entsprach damit der in der Umfrage prognostizierten Zunahme von 0,59 Prozent.