Samsung rutschte im Nachmittagshandel zeitweise um bis zu 7,6%, SK Hynix verlor bis zu 5,2%, nachdem beide zuvor um bis zu 1,4% beziehungsweise 5,8% zugelegt hatten. Beide Titel waren mit Verlusten in den Tag gestartet und folgten damit dem nächtlichen Rückgang bei US-Chipaktien.
Die Kehrtwende deutete darauf hin, dass die zuvor im Handelsverlauf beobachtete Schnäppchenjagd nachließ, während Anleger nach Samsungs kräftigem Kursrutsch nach den Zahlen vom Vortag vorsichtig blieben.
Auch die positive Stimmung rund um den geplanten US-Börsengang von SK Hynix sorgte für keinen Rückenwind.
Analysten betonten, die Berichtssaison beginne gerade erst, und die Erwartungen an starke Resultate der Chipproduzenten seien weiterhin intakt. Zugleich verwiesen sie darauf, dass das Angebot an Speicherchips voraussichtlich bis ins dritte Quartal hinein knapp bleiben dürfte. Dennoch richteten Investoren den Blick zunehmend auf Anzeichen, dass sich das Tempo der Speicherpreisanstiege in der zweiten Jahreshälfte verlangsamen könnte - was die Aussichten für weiteres Gewinnwachstum eintrübt.
Park Yuak, Analyst bei Kiwoom Securities, senkte sein Kursziel für Samsung um rund 9% auf 390.000 Won (257,15 USD). Er begründete dies damit, dass steigende Preise für Komponenten wie CPUs und Package-Substrate die Preise für PCs und Smartphones nach oben treiben und Kunden dadurch bei zusätzlichen Speicherkäufen vorsichtiger würden.
Samsung-Aktien wurden zuletzt bei 281.000 Won gehandelt.
JPMorgan schrieb in einer Notiz, die Speicherpreise blieben in der zweiten Jahreshälfte der entscheidende Treiber der Ergebnisse, da das Angebot trotz wachsender Kundenresistenz gegen höhere Kosten weiter hinter der Nachfrage zurückbleibe. Die Bank ergänzte, dass die Preise für konventionelle NAND-Chips die Erwartungen der Anleger übertreffen könnten, gestützt durch eine starke Nachfrage von US-Hyperscalern.
Der Handel in Korea begann nach einem breiten nächtlichen Ausverkauf bei US-Halbleiterwerten: Intel, Micron und AMD fielen um 9,7%, 4,7% beziehungsweise 6,5%. Der Philadelphia-Semiconductor-Index verlor 4,7%.
Auslöser der Verkäufe waren Samsungs vorläufige Eckdaten zum zweiten Quartal vom Dienstag, nachdem die Schätzung des Chipherstellers zu einem 19-fachen Anstieg des operativen Quartalsgewinns die hohen Erwartungen der Anleger trotz robuster Nachfrage nach KI-Speicherchips nicht erfüllen konnte.
Samsungs Aktie brach am Tag um 6,9% ein und befeuerte eine breitere Abkehr von KI-bezogenen Investments, die sich später auch auf die Wall Street ausweitete.
(1 USD = 1.516,60 Won)



















