Der französische Luftfahrtkonzern Safran prognostizierte am Freitag für das Jahr 2026 einen Anstieg von Umsatz und Gewinn, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr dank der starken Nachfrage nach Wartungsdienstleistungen für zivile Jettriebwerke die Profitabilität steigern konnte. Dies ließ die Aktien des Konzerns steigen.

Die Aktien des Herstellers von zivilen und militärischen Jettriebwerken sowie Ausrüstungen wie Fahrwerken und Flugzeugkabinen stiegen um über 7% und waren auf dem besten Weg, den besten Börsentag seit März 2022 zu verzeichnen.

Safran, das gemeinsam mit GE Aerospace unter dem CFM-Joint-Venture Triebwerke für Airbus- und Boeing-Flugzeuge produziert, prognostizierte für dieses Kalenderjahr einen wiederkehrenden Betriebsgewinn von 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro (7,2 bis 7,4 Milliarden US-Dollar).

Dies basiert auf einem geschätzten prozentualen Umsatzanstieg im Bereich der „unteren bis mittleren Zehner“ im genannten Zeitraum. Eine französische Version der Gewinnmitteilung präzisierte diesen Anstieg mit 12% bis 15%.

Für 2025 verzeichnete Safran einen Anstieg des wiederkehrenden operativen Ergebnisses auf bereinigter Basis um 26% auf 5,2 Milliarden Euro, wobei die Marge um 1,5 Prozentpunkte auf 16,6% zulegte.

Der bereinigte Umsatz stieg um 15% auf 31,33 Milliarden Euro, während das Unternehmen zudem einen freien Cashflow von 3,92 Milliarden Euro generierte.

Analysten hatten im Durchschnitt einen gesamten wiederkehrenden operativen Gewinn von 5,22 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 31,49 Milliarden Euro und einem freien Cashflow von 3,66 Milliarden Euro erwartet, wie aus einem vom Unternehmen zusammengestellten Konsens hervorgeht.

Die Serviceerlöse für zivile Triebwerke stiegen laut Safran in US-Dollar um 30%.

Die Nachfrage nach Flugreisen sowie das anhaltende Interesse, ältere Flugzeuge weiter zu nutzen, da sich die Produktion neuer Maschinen verzögert, beflügelten das Wartungsgeschäft.

Das Unternehmen verzeichnete zudem eine positive Entwicklung im Verteidigungsbereich, was unter anderem auf neue Aufträge für das Kampfflugzeug Rafale zurückzuführen ist, für das Safran die Triebwerke liefert.

Safran hob seine finanziellen Ziele für 2028 an und erhöhte die Prognose für den wiederkehrenden operativen Gewinn auf 7,0 bis 7,5 Milliarden Euro, nachdem zuvor beim Investorentag 2024 ein Ziel von 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro ausgegeben worden war.

(1 US-Dollar = 0,8430 Euro)