Wien, 30. Mrz (Reuters) - Der irische Billigflieger Ryanair bekräftigt im Streit um die österreichische Luftverkehrssteuer seine Forderung nach einem Ende der Abgabe und setzt der Regierung dafür nun eine Frist bis zum 1. Mai. Bis zu diesem Datum müsse die Abgabe von zwölf Euro pro Passagier vollständig abgeschafft werden, forderte das Unternehmen am Montag. Nur dann werde man den im vergangenen Herbst vorgelegten Investitionsplan über eine Milliarde Dollar umsetzen und zehn neue Flugzeuge in Wien stationieren.
Ryanair-Manager Andreas Gruber kritisierte, die Regierung prüfe die Abgabe nur, statt sie wie andere europäische Länder zu streichen. Die Airline ist dafür bekannt, öffentliche Auseinandersetzungen mit Regierungen und Flughäfen zu suchen, um die Kosten an ihren Standorten zu drücken.
In Österreich dringt Europas größter Billigflieger seit Längerem auf niedrigere Standortkosten und hat die Luftverkehrssteuer in der Vergangenheit wiederholt öffentlich kritisiert. Im vergangenen Herbst hatte Ryanair als Druckmittel sein Angebot am Flughafen Wien reduziert. Auch andere Fluggesellschaften hatten zuletzt auf die hohen Kosten am Standort Wien verwiesen. So gab die ungarische Billigfluglinie Wizz Air ihre Basis am Flughafen Wien im März nach eigenen Angaben wegen gestiegener Gebühren und Kosten auf.
(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


















