Energie:
In der vergangenen Woche verzeichnete der Ölmarkt eine imposante Erholung: Sowohl der Brent als auch der WTI legten rund 7 % zu. Auslöser war ein neuer Sanktionsschub der Trump-Administration gegen die beiden größten russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil. Die Sanktionen, die im Kontext des Ukraine-Kriegs stehen, sollen den russischen Ölexport einschränken und so die Kriegsfinanzierung Moskaus austrocknen. Inwiefern diese Maßnahmen kurzfristig tatsächlich Wirkung entfalten, bleibt abzuwarten – Russland hat in der Vergangenheit stets Wege gefunden, derartige Restriktionen zu umgehen. Parallel dazu sorgte die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Trump und Xi Jinping für Entspannung an den Märkten, was risikobehafteten Anlagen – wie Öl – zusätzlichen Auftrieb verlieh.
Metalle:
Nach einer neunwöchigen Rally mit einem Anstieg von über 25 % seit dem 1. September setzte beim Gold eine überfällige Korrektur ein. Die Feinunze gab im Wochenverlauf rund 4 % nach und rutschte unter die Marke von 4000 USD. Gewinnmitnahmen dominierten das Geschehen, zumal die Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China die Nachfrage nach sicheren Häfen dämpfte.
Auf dem Industriemetallmarkt konnte Kupfer zulegen – getrieben von der Hoffnung auf neue Konjunkturmaßnahmen in China. Anleger setzen erneut auf ein wachstumsförderndes Paket der chinesischen Regierung, das traditionell als Nachfrageimpuls für Metalle gilt. Am London Metal Exchange wird die Dreimonatslieferung aktuell bei rund 11.000 USD je Tonne gehandelt.
Agrarrohstoffe:
Am US-Terminmarkt präsentierten sich Weizen und Mais weitgehend stabil. Der Dezemberkontrakt für Weizen stieg leicht auf 512 Cent je Scheffel, Mais derselben Fälligkeit zog auf 426 Cent an. Auch Soja bewegte sich leicht im Plus. Die Marktteilnehmer zeigen sich abwartend – das Ergebnis der laufenden Handelsgespräche zwischen den USA und China dürfte maßgeblich über die weitere Richtung entscheiden.


















