Energie:
Der Ölpreis bleibt im Abwärtstrend und steht weiterhin unter Druck. Hintergrund sind die andauernden diplomatischen Bemühungen der USA, einen Friedensplan zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Die von Washington angestoßene Initiative bevorzugt eindeutig Russland, was sich direkt auf die Preisbildung auswirkt: Die Aussicht auf weniger oder weniger strikt durchgesetzte Sanktionen gegen Russland reduziert das geopolitische Risiko.
Zudem lastet die Stärke des US-Dollars auf den Preisen. Der Greenback wird derzeit durch die Erwartung gestützt, dass die US-Notenbank ihre expansive Geldpolitik pausieren könnte. Ein starker Dollar verteuert Rohöl – das in Dollar gehandelt wird – für Käufer, die in anderen Währungen zahlen. Der Brent-Preis liegt aktuell bei rund 62,70 USD pro Barrel, während WTI bei etwa 58,40 USD notiert.
Metalle:
Am Kupfermarkt (Dreimonatslieferung) herrscht derzeit eine Phase der Konsolidierung: An der London Metal Exchange notiert der Preis stabil bei rund 10.777 USD je Tonne. Eine nachhaltige Aufwärtsdynamik lässt auf sich warten – nicht zuletzt wegen des festen US-Dollars und einer weiterhin als fragil eingeschätzten Nachfrage aus China.
Chile, der weltweit größte Kupferproduzent, hat jedoch seine Preisprognosen für das laufende und das kommende Jahr nach oben revidiert. Ausschlaggebend dafür sind anhaltende Angebotsstörungen sowie die Erwartung sinkender Zinsen, was die Nachfrage stützen dürfte.
Auch Gold verlor in der vergangenen Woche leicht an Wert. Der Preis fiel um rund 0,60 % auf 4.070 USD je Unze, ausgelöst durch starke Arbeitsmarktdaten aus den USA, die tendenziell gegen eine rasche geldpolitische Lockerung sprechen.
Agrarrohstoffe:
An der Terminbörse in Chicago gaben die Weizenkontrakte auf breiter Front nach. Der Dezember-Kontrakt 2025 fiel auf 537 Cents je Scheffel. Verantwortlich dafür sind Prognosen über ein weltweit reichliches Angebot.
Auch Mais steht unter Druck und fiel auf 436 Cents. Beim Kaffee setzt sich der Preisrückgang fort – ausgelöst durch die Entscheidung des US-Präsidenten, die Importzölle auf brasilianischen Kaffee in Höhe von 40 % abzuschaffen.


















