DOW JONES--Mit einer Fortsetzung der positiven Vortagestendenz wird zur Wochenmitte an den europäischen Aktienmärkten gerechnet - allerdings mit einer reduzierten Dynamik. Im DAX deuten die Terminkontrakte eine Eröffnung über der Marke von 24.500 Punkten an. Die Vorlagen aus Asien sind gut, in den USA blieben die Renditen der Staatsanleihen meist unverändert. Erneut waren an der Wall Street die Technologie-Werte der Treiber der Rally, wo die Chip-Aktien den Nasdaq Composite und den S&P-500 auf neue Rekordhochs führten. Seit Ende März ist der Haupt-Index der Branche, der Philadelphia Semiconductor Index um 54 Prozent gestiegen - die beste Performance seit den Neue-Markt-Zeiten im Jahr 2000. Unternehmen profitieren weiterhin von den massiven Investitionen in den Sektor wie beispielsweise für Datencenter. Europa ist hier zumeist dünn aufgestellt. Selbst Infineon konnten am Morgen mit ihren Zahlen nicht begeistern.

Aus China kamen am Morgen zudem gute Daten vom Einkaufsmanager-Index für den Service-Bereich.

Dank einer Beruhigung bei den Ölpreisen steigt aber auch wieder die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer für den breiten Aktienmarkt. Bei der Nachrichtenlage aus Nahost habe man sich an sich täglich ändernde Aussagen gewöhnt, um ausbleibende Erfolge zu kaschieren, heißt es im Handel. Aktuell hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die USA die Eskortierung des kommerziellen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, die die Spannung mit dem Iran nochmals erhöht hatte, aussetzen werden und dass ein Abkommen kurz bevorstehe.

"Die Straße könnte auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben, da der Iran 20 Prozent des weltweiten Ölangebots kontrolliert, aber damit wächst auch die Hoffnung auf ein Abkommen", sagt Matt Simpson, Marktanalyst bei StoneX.

In Europa richtet sich der Blick nach Großbritannien: Die Kreditkosten für britische 30-jährige Staatsanleihen stiegen vor den Kommunalwahlen am Donnerstag auf ein 28-Jahres-Hoch. Prognosen deuten darauf hin, dass die regierende Labour-Partei bei den Wahlen so schlecht abschneiden könnte, das ein Führungswechsel in London möglich sei.

Dazu läuft die Berichtssaison weiter auf Hochtouren. Aus dem Autobereich kamen besser als befürchtete Ergebnisse. So konnten BMW mit einer besseren Marge glänzen, und damit den Umsatzrückgang abfedern. Bei Continental erhöhte sich die Gewinnmarge sogar so deutlich, dass trotz eines Umsatzeinbruchs von über 10 Prozent der Gewinn gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnte. Besonders rund läuft es hier im Reifengeschäft. Beide Aktien zeigen sich in der Vorbörse über 2 Prozent fester.

Eine weitere positive Überraschung sehen Marktteilnehmer in Teilen der Quartalszahlen von Daimler Truck. Auch hier lagen die Auftragseingänge deutlich über Erwartung. So sprechen die Analysten von RBC von einem "sehr starken" Ordereingang im ersten Quartal. Dies gleiche die verfehlten Erwartungen bei Gewinn (EBIT) und Cashflow aus. Den Ausblick ließ der Lkw-Hersteller unverändert.

Beim Radar-Hersteller Hensoldt läuft es mehr als rund: Beim Auftragsbestand sprang die Book-to-Bill-Ratio von sehr hohen 1,8 im Vorjahr auf 3,0 für dieses Jahr. Das Unternehmen dürfte daher ähnlich wie Rheinmetall mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen haben, um diese Auftragsflut abarbeiten zu könne.

Zalando ziehen vorbörslich um rund 6 Prozent an. Die Stifel-Analysten sprechen von durchwachsenen Erstquartalszahlen. Der Umsatz liege im Rahmen der Erwartungen, das EBIT aber darunter. Obwohl das erste Quartal saisonal bedingt den geringsten Beitrag zum Gesamtjahr leiste, würfen die Ergebnisse Fragen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der europäischen Verbrauchernachfrage angesichts gestiegener Ölpreise auf. Ein Großteil der Bedenken scheine sich darin zu spiegeln, dass die Aktie seit Jahresbeginn bereits um mehr als 15 Prozent gefallen sei. Da die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt worden sei und der Konsens in der Mitte der Spanne liege, erwarten die Analysten, dass sich der Fokus auf Zalandos Fähigkeit verlagern wird, den B2B-Schwenk umzusetzen, und die Ankündigung, Aktien zurückzukaufen.


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DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 18:16 
EUR/USD         1,1731   +0,3    0,0039          1,1692     1,1701 
EUR/JPY         183,42   -0,6   -1,1700        184,5900   184,5600 
EUR/CHF         0,9158   +0,0    0,0002          0,9156     0,9154 
EUR/GBP         0,8635   +0,0    0,0002          0,8633     0,8624 
USD/JPY         156,35   -1,0   -1,5200        157,8700   157,7100 
GBP/USD         1,3584   +0,3    0,0045          1,3539     1,3564 
USD/CNY          6,819   -0,2   -0,0110          6,8300     6,8300 
USD/CNH         6,8202   -0,1   -0,0065          6,8267     6,8270 
AUS/USD         0,7245   +0,9    0,0063          0,7182     0,7189 
Bitcoin/USD  81.414,42   -0,3   -221,69       81.636,11  81.466,04 
 
ROHÖL          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex       100,48   -1,8     -1,79          102,27 
Brent/ICE       108,27   -1,5     -1,60          109,87 
 
Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.665,78   +2,4    109,74        4.556,04 
Silber           75,78   +4,1      2,96           72,82 
Platin        2.000,70   +2,4     47,80        1.952,90 
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May 06, 2026 02:40 ET (06:40 GMT)