--Neue E-Auto-Förderung greift
--Inlandsproduktion steigt im März
--Absatz und Produktion weiter deutlich unter Vorkrisenniveau
(NEU: VDA-Produktionszahlen, Aussagen EY)
Von Matthias Goldschmidt
DOW JONES--Der deutsche Automarkt hat im März einen deutlichen Anstieg verbucht. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, stiegen die Pkw-Neuzulassungen um 16 Prozent auf 294.161 Einheiten. Für das gesamte erste Quartal stand ein Anstieg um 5,2 Prozent auf 699.404 Pkw zu Buche.
Getragen wurde der Anstieg im März von Elektro-Pkw (BEV), deren Neuzulassungen um zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr auf 70.663 Einheiten zulegten. Die Neuzulassungen von Benzinern und Dieselfahrzeugen sanken.
Die neue E-Auto-Prämie von bis zu 6.000 Euro greife, sagte Constantin M. Gall von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft EY. "Das starke Wachstum bei Elektroautos war im März der Motor, der den Gesamtmarkt angetrieben hat."
Gall rechnet mit einer deutlichen Wachstumsdynamik bei E-Autos im weiteren Jahresverlauf. "Dass die neue Förderung erst jetzt greift, dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass eine Beantragung noch nicht möglich ist, und viele Menschen skeptisch waren, nachdem die vorherige Förderung abrupt gestoppt worden war", so Gall. "Zudem werden auch die aktuell extrem hohen Spritpreise den einen oder anderen dazu bewegen, sich nun für ein E-Auto statt für einen Verbrenner zu entscheiden."
Trotz des Anstiegs der Pkw-Neuzulassungen insgesamt lag das Absatzniveau im ersten Quartal um gut ein Fünftel unter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019. "Die Konjunktur schwächelt, immer neue geopolitische Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen drücken massiv auf die Stimmung, die Arbeitslosigkeit steigt, und eine Trendwende ist nicht in Sicht", sagte Gall.
Die Anzahl der im Inland produzierten Fahrzeuge stieg im März um 3 Prozent auf 400.800 Einheiten, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte. Unter anderem habe sich positiv ausgewirkt, dass der März in diesem Jahr einen Arbeitstag mehr hatte als im Vorjahr. Im ersten Quartal sank die Produktion um 2 Prozent auf knapp 1,1 Millionen Autos und lag damit 16 Prozent unter dem Niveau aus dem Vergleichszeitraum 2019.
Im März verzeichnete Branchenführer Volkswagen einen Anstieg der Verkäufe um 3,2 Prozent auf 52.556 Pkw. Die Premiummarke Audi steigerte den Absatz um ein Viertel auf 22.013 Autos, bei BMW betrug das Plus 16,5 Prozent auf 24.308 Pkw. Mercedes kam auf 23.710 Verkäufe, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der US-Elektroautobauer Tesla erzielte nach den teils kräftigen Einbrüchen der vergangenen Monate wieder ein deutliches Plus von 315 Prozent auf 9.252 Fahrzeuge. Beim chinesischen Rivalen BYD stieg der Absatz um 327 Prozent auf 3.438 Fahrzeuge.
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April 07, 2026 07:13 ET (11:13 GMT)



















