Wien, 12. Mrz (Reuters) - Die Österreichische Post hat im abgelaufenen Jahr den Wegfall von Sondereffekten zu spüren bekommen und weniger umgesetzt und verdient. Dennoch sollen die Aktionäre eine unveränderte Dividende von 1,83 Euro je Aktie erhalten, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank 2025 um 2,6 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging um 5,0 Prozent auf 196,9 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit dem Vergleich zum starken Vorjahr, das von positiven Effekten durch Wahlen und Währungskurse geprägt gewesen sei. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 134 Millionen Euro, ein Minus von gut acht Prozent.

Im klassischen Briefgeschäft machten sich die fortschreitende Digitalisierung und das Fehlen der Wahlkampfpost bemerkbar: Die Erlöse sanken hier um 6,8 Prozent. Dagegen konnte die Paketsparte leicht zulegen und ihre Marktführerschaft in Österreich mit einem Anteil von 63 Prozent behaupten. Die Bank- und Filialsparte verzeichnete hingegen Einbußen, unter anderem wegen des gesunkenen Zinsniveaus und dem Auslaufen einer Vertriebskooperation im Telekom-Bereich.

Für das laufende Jahr zeigte sich Generaldirektor Walter Oblin zuversichtlich. Er stellte einen leichten Umsatzanstieg und ein stabiles Ergebnis in Aussicht. Dabei rechnet die Post mit einem schwächeren ersten und einem stärkeren zweiten Halbjahr. Zudem will der Konzern im April mit der eigenen Mobilfunkmarke "Yelllow" an den Start gehen.

(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)