Während der ersten Amtszeit von Donald Trump verlor der Dollar innerhalb von 58 Wochen rund 15 % an Wert, bevor eine Erholung einsetzte. Im Sommer 2017 kam es zwar zu einer etwa zweimonatigen Gegenbewegung, doch darauf folgte eine finale Abwärtsphase, die sich bis Januar 2018 hinzog. Auch wenn sich die Geschichte nicht exakt wiederholt, bietet sie doch oft nützliche Anhaltspunkte. Seit Beginn der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten hat der Greenback bereits 12,5 % innerhalb von 24 Wochen eingebüßt – ein etwas schnelleres Tempo als unter Trump 1.0.

Zwar ist es verfrüht, von einer Trendwende zu sprechen oder gar das Ende der Abwärtsbewegung auszurufen, dennoch sind einige technische Faktoren beachtenswert: Der Dollar-Index (DXY) befindet sich derzeit an einer Kreuzung zweier charttechnisch bedeutender Zonen – zum einen dem seit 2009 bestehenden Aufwärtskanal mit einer Unterstützung bei 96,20, zum anderen dem Konsolidierungskanal, der seit den Höchstständen von 2022 Gültigkeit besitzt. Zudem nähern sich kontratrendgerichtete Indikatoren einem horizontalen Unterstützungsniveau bei 40. Solange die Marke von 96,20 – maximal 94,60 – nicht unterschritten wird, ist eine Stabilisierung des Dollars das wahrscheinlichste Szenario. Erst ein Anstieg über den Bereich 99,40/60 würde ein ernstzunehmendes Signal für eine Trendumkehr liefern.

Für Anleger, die über Engagements in US-Aktien dem Dollar ausgesetzt sind, bleibt es ratsam, bestehende Absicherungen beizubehalten, solange der Abwärtstrend intakt ist. Zu bedenken ist auch: Ein Bruch der 96,40 nach unten würde eine Fortsetzung der Talfahrt in Richtung 90,00 erwarten lassen.

Auf globaler Ebene bewegt sich das Währungspaar USD/JPY weiterhin innerhalb eines Konsolidierungskanals zwischen 141,90 und 148,65. Das britische Pfund gegenüber dem Dollar nähert sich unterdessen einem entscheidenden Wendepunkt bei 1,3390 – dieser sollte verteidigt werden, um die seit Jahresbeginn bestehende Aufwärtsdynamik zu erhalten.