Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Russland pausiert der Aktienhandel anlässlich des Internationalen Frauentags.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Beschäftigungsaufbau in den USA dürfte sich im Februar verlangsamt haben. Volkswirte rechnen damit, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 50.000 gestiegen ist, nachdem im Januar ein Zuwachs von 130.00 verzeichnet worden war. Zudem werden eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent und ein Zuwachs der durchschnittlichen Stundenlöhne von 0,3 (0,4) Prozent zum Vormonat und 3,7 (3,7) Prozent im Jahresvergleich prognostiziert. Beobachter werden aus den Daten herauszulesen versuchen, wie gut die Verfassung der US-Wirtschaft wirklich ist. Der Januar-Stellenzuwachs wirkte auf den ersten Blick solide, war jedoch stark verzerrt. Ohne den massiven Zuwachs im Gesundheits- und Sozialwesen hätte der Stellenmarkt faktisch stagniert. Zyklische Schlüsselsektoren wie Transport, IT und Finanzen verzeichneten zuletzt sogar Jobverluste.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- DE 
    08:00 Auftragseingang Januar 
          saisonbereinigt 
          PROGNOSE:     -4,0% gg Vm 
          zuvor:        +7,8% gg Vm 
 
          Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Januar 
- EU 
    11:00 Arbeitsmarktdaten 4Q 
          Eurozone Arbeitslosenquote 
 
          BIP (3. Veröffentlichung) 4Q 
          Eurozone 
          PROGNOSE:     +0,3% gg Vq/+1,3% gg Vj 
          2. Veröff.:   +0,3% gg Vq/+1,3% gg Vj 
          3. Quartal:   +0,3% gg Vq/+1,4% gg Vj 
- US 
    14:30 Arbeitsmarktdaten Februar 
          Beschäftigung ex Agrar 
          PROGNOSE:  +50.000 gg Vm 
          zuvor:    +130.000 gg Vm 
          Arbeitslosenquote 
          PROGNOSE:     4,3% 
          zuvor:        4,3% 
          durchschnittliche Stundenlöhne 
          PROGNOSE:    +0,3% gg Vm/+3,7% gg Vj 
          zuvor:       +0,4% gg Vm/+3,7% gg Vj 
 
          Einzelhandelsumsatz Januar 
          PROGNOSE:    -0,4% gg Vm 
          zuvor:        0,0% gg Vm 
          Einzelhandelsumsatz ex Kfz 
          PROGNOSE:     0,0% gg Vm 
          zuvor:        0,0% gg Vm 
 
    16:00 Lagerbestände Dezember 
          PROGNOSE:    +0,1% gg Vm 
          zuvor:       +0,1% gg Vm 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++


Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               23.979,00   +0,8 
E-Mini-Future S&P-500      6.848,00   +0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.119,25   +0,3 
Topix (Tokio)              3.709,48   +0,2 
Hang-Seng (Hongk.)        25.788,62   +1,9 
Shanghai-Comp.             4.128,71   +0,5 
 
Donnerstag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               23.815,75   -1,6 
DAX-Future        23.832,00   -1,7 
XDAX              23.817,17   +0,0 
MDAX              29.688,96   -2,2 
TecDAX             3.663,37   -1,5 
SDAX              17.299,20   -1,5 
Euro-Stoxx-50      5.782,89   -1,5 
Stoxx-50           5.037,60   -1,3 
Dow-Jones         47.954,74   -1,6 
S&P-500            6.830,71   -0,6 
Nasdaq Composite  22.748,99   -0,3 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Die Berg- und Talfahrt geht weiter - der Aktienmarkt wird nun zum Handelsbeginn deutlicher im Plus erwartet. Nach dem massiven Ausverkauf am Vortag hält damit die extreme Volatilität an. Der Ölpreis, der aktuelle Gradmesser der Spannungslage im Irankonflikt, gibt am Morgen leicht nach und stützt somit den Aktienmarkt etwas. Gleichwohl verharren die Ölpreise auf hohem Niveau. Eine von US-Finanzminister Scott Bessent angekündigte Überbrückungsmaßnahme könnte laut ING einen gewissen unmittelbaren Abwärtsdruck auf die Ölpreise ausüben. Die Maßnahme sei jedoch "kein Game-Changer". Am Nachmittag könnte der US-Arbeitsmarktbericht einen Impuls setzen. Eine höher als erwartet ausfallende Zahl an neu geschaffenen Stellen könnte "die Sorgen um das US-Wachstum lindern, selbst wenn Abwärtsrisiken durch einen anhaltenden globalen Energiepreisschock bestehen bleiben", erklärt Goldman Sachs.

Rückblick: Schwach - Nach der Vortageserholung ging es wieder steil nach unten. Mit vermeintlich konzilianten Tönen aus dem Iran im Atomstreit war es am Vormittag kurz dynamischer nach oben gegangen. Als sich die Berichte dann allerdings nicht verfestigten, gerieten die Kurse mit stark gestiegenen Ölpreisen deutlicher unter Druck. Dazu kamen als Reaktion auf die inflationstreibenden höheren Ölpreise deutlich gestiegene Marktzinsen als Belastungsfaktor. Gerüchte und Spekulationen machten die Lage zunehmend undurchsichtiger, kommentierte CMC. Sehr schwach lagen europaweit Rüstungsaktien im Markt. Bei Renk wurde der Ausblick moniert. Die Aktie brach um 11,4 Prozent ein. Rheinmetall schlossen 5,6 Prozent schwächer, Hensoldt fast 9 Prozent. Thales verloren 5,7 Prozent, Leonardo über 6 Prozent. Reckitt Benckiser gaben knapp 6 Prozent nach, nachdem das Unternehmen auf eine mögliche Umsatzbelastung mit rezeptfreien Medikamenten verwiesen hatte.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Schwach - Größter DAX-Verlierer waren Merck KGaA mit einem Abschlag von 8,0 Prozent. Der Konzern erreichte zwar seine Prognose im vergangenen Geschäftsjahr, enttäuschte aber mit einem verhaltenen Ausblick unter Verweis auf negative Wechselkurseffekte. Für Siemens Energy ging es nachrichtenlos mit knapp 6 Prozent am zweitstärksten südwärts. DHL büßten 4,6 Prozent ein. Die Konsenserwartungen dürften leicht nach unten korrigiert werden, weil der Ausblick für das operative Ergebnis unter den Erwartungen gelandet sei, urteilte JP Morgan. Bei den deutlichen Abgaben dürfte auch die Lage im Nahen Osten eine Rolle gespielt haben. Bayer schafften gegen den schwachen Markt einen Aufschlag von 1 Prozent. Das Unternehmen hatte einen wichtigen Etappenerfolg bei der geplanten Einigung mit zahlreichen Klägern um den Unkrautvernichter Roundup in den USA erzielt. Puma kletterten um 4,5 Prozent. Großinvestor Michael Ashley hatte eine Beteiligung von 5,77 Prozent aufgebaut. Adidas stiegen um 2,3 Prozent - gestützt vom Aktienkauf durch CEO Gulden.

XETRA-NACHBÖRSE

Der DAX zeigte sich praktisch unverändert. Kursrelevante Unternehmensnachrichten gab es keine.

USA - AKTIEN

Schwach - Die Stimmung war fragil angesichts der Unwägbarkeiten im Nahost-Konflikt. Hoffnungen, dass die militärische Eskalation möglicherweise doch von kürzerer Dauer sein könnte, ebbten wieder ab. Am Vortag war aus Geheimdienstkreisen noch angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert worden - die Berichte manifestierten sich jedoch nicht. Die Konjunkturdaten des Tages spielten angesichts der derzeitigen Dominanz der Geopolitik nur eine untergeordnete Rolle. Beachtung fanden stärker als gedacht gestiegene Lohnstückkosten, die Anleiherenditen zusätzlich Auftrieb verliehen. Die Quartalsergebnisse von Broadcom fielen besser als prognostiziert aus - der Kurs zog um 4,8 Prozent an. Oracle gewannen 1,6 Prozent. Der Cloud-Anbieter will laut einem Bericht Tausende Stellen wegen der stärkeren KI-Nutzung streichen. Okta verteuerten sich um 11 Prozent - nach einem unerwartet hohen Gewinn. Trade Desk machten einen Satz um 18,4 Prozent. Laut einem Bericht führt OpenAI Gespräche über den Ausbau ihres Werbegeschäfts mit Trade Desk.

USA - ANLEIHEN

Die Renditen stiegen weiter - auch wegen gestiegener Lohnstückkosten. Im Zehnjahresbereich ging es um 5 Ticks nach oben auf 4,13 Prozent. Höhere Ölpreise dürften auf die Inflation durchschlagen und das Wachstum bremsen, so die Überlegung dahinter. An den Benzinzapfsäulen spüren die Verbraucher die höheren Preise bereits deutlich.

+++++ DEVISENMARKT +++++


DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Do, 18:12 
EUR/USD         1,1608   +0,0    0,0001          1,1633     1,1578 
EUR/JPY         183,19   +0,2    0,3200        182,6900   182,5300 
EUR/CHF         0,9063     0     0,0000          0,9062     0,9057 
EUR/GBP         0,8687   -0,0   -0,0002          0,8696     0,8691 
USD/JPY          157,8   +0,2    0,2300        157,0300   157,6400 
GBP/USD          1,336   +0,0    0,0005          1,3372     1,3317 
USD/CNY         6,9045   +0,2    0,0133          6,8969     6,8912 
USD/CNH          6,908   -0,1   -0,0088          6,8925     6,9126 
AUS/USD         0,7032   +0,4    0,0026          0,7073     0,7002 
Bitcoin/USD  70.322,22   -1,2   -819,99       73.346,55  71.158,74 
 

Auch dass der als sicherer Hafen in Krisensituationen geltende Dollar wieder zulegte, spiegelte die angespannte Stimmung wider. Der Euro gab auf 1,1607 Dollar nach, stand im Tagestief aber noch deutlich darunter.

Der Dollar gibt nach seiner jüngsten Aufwertung im Zuge des Nahostkrieges am Morgen im asiatisch geprägten Handel etwas nach - der Dollarindex büßt 0,3 Prozent ein. Als Entspannungssignal wollen Marktakteure dies aber nicht werten, der Dollar sei schlicht überkauft. "Es gibt keinen klaren Fahrplan zur Deeskalation, und das Risiko von Entwicklungen, die außerhalb der Kontrolle des Weißen Hauses liegen, ist groß. Dieses Umfeld ist Gift für die Risikobereitschaft", warnt Devisenanalyst Richard Franulovich von Westpac.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE


Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          5.117,09   +0,8     40,50        5.076,59 
Silber           83,62   +1,8      1,45           82,17 
Platin        2.146,60   +1,2     24,85        2.121,75 
 

Gold konnte nicht von den geopolitischen Spannungen profitieren. Der Preis für das Edelmetall gab um 1,1 Prozent auf 5.081 Dollar nach - belastet von festen Dollar und gestiegenen Marktzinsen.

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March 06, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)