Die Risiken einer Devisenintervention der japanischen Behörden zur Stützung des Yen gegenüber dem Dollar nehmen wieder zu, da die wichtige Marke von 160 Yen wieder in den Fokus rückt, urteilt Marktanalyst Fawad Razaqzada von FOREX.com. "Der Ausblick für den Dollar zum Yen deutet weiterhin stark auf eine Rückkehr des Wechselkurses in den Bereich von 160,00 Yen hin, den Anleger zunehmend als die rote Linie für die Tokioter Politik betrachten. Sollten die Behörden es unterlassen, auf diesem Niveau erneut zu intervenieren, dürfte sich die Aufmerksamkeit schnell auf den Bereich von 161,00 bis 162,00 verlagern", fügt der Analyst hinzu.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.462,39 -0,4 -18,89 4.481,28 Silber 73,58 -0,3 -0,24 73,83 Platin 1.915,60 -0,4 -6,75 1.922,35
Die gestiegenen Marktzinsen und der etwas festere Dollar drückten den Goldpreis. Die Feinunze ermäßigte sich um 1,7 Prozent auf 4.489 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 103,76 -0,4 -0,39 104,15 Brent/ICE 110,59 -0,6 -0,69 111,28
Die Ölpreise, deren Anstieg die Inflationsängste befeuert hatte, kamen geringfügig zurück. Analyst Ben Hoff von Societe Generale verwies auf Maßnahmen wie die Freigabe von strategischen Reserven, den Abbau von Lagerbeständen und geringere chinesische Ölimporte, die vorübergehend die Versorgungsengpässe gemildert hätten. Dies dürfte aber nicht von Dauer sein. Das System stehe akut unter Stress. Hoff geht davon aus, dass sich das Angebotsdefizit ab Mai vergrößern wird. Selbst wenn die Straße von Hormus Anfang Juni wieder geöffnet würde, dürften die Endverbraucher frühestens Ende Juli Erleichterungen spüren. WTI ermäßigte sich um 0,8 Prozent auf 107,77 Dollar. Brentöl verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 111,28 Dollar.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
UN-WACHSTUMSPROGNOSE
Die Vereinten Nationen (UN) haben ihren Wachstumsausblick gesenkt. Sie rechnen für dieses Jahr nun nur noch mit einem weltweiten BIP-Anstieg um 2,5 Prozent. nachdem im Januar noch 2,7 Prozent erwartet worden waren. Ein Grund für die Senkung der Prognose ist der Krieg im Nahen Osten, der die Energiepreise in die Höhe treibt. Die Wirtschaft könnte sogar noch langsamer wachsen, wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt, so die Vereinten Nationen weiter. Für das kommende Jahr wurde die Prognose für das globale Wirtschaftswachstum auf 2,8 von 2,9 Prozent gesenkt. Allerdings beließ die Organisation ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft in diesem Jahr unverändert bei 2 Prozent und verwies auf die Unterstützung durch starke Konsumausgaben und Investitionen in Technologien, die durch Künstliche Intelligenz vorangetrieben werden.
GELDPOLITIK USA
Die Präsidentin der Federal Reserve von Philadelphia hat sich für eine Beibehaltung der Zinsen ausgesprochen. "Ich glaube, die Geldpolitik ist jetzt an einem guten Punkt", sagte Anna Paulson laut dem veröffentlichten Manuskript einer Rede in Florida. "Die Zinssätze stabil zu halten, ermöglicht es uns, zu bewerten, wie sich die Wirtschaft entwickelt und welche Risiken sowohl für die Preisstabilität als auch für den Arbeitsmarkt bestehen."
GELDPOLITIK CHINA
Die People's Bank of China (PBoC) hat ihren Referenzzins für Bankkredite (LPR) an Unternehmen und Haushalte unverändert belassen. Wie die Notenbank des Landes mitteilte, bleiben der einjährige Referenz-Zinssatz (Loan Prime Rate - LPR) bei 3,0 Prozent und der fünfjährige LPR bei 3,5 Prozent. Die Loan Prime Rate ist einer der Leitzinsen der PBoC. Sie hatte ihn im August 2019 reformiert und dient den Banken als Vorgabe für ihre Ausleihesätze. Beide Sätze sind seit Mai 2025 unverändert.
REFORMEN DEUTSCHLAND
Angesichts ausbleibender Reformprojekte übt der Chef des Münchner ifo-Instituts scharfe Kritik an der Arbeit der Bundesregierung. "Der entscheidende Fehler ist, dass die Koalition kein Konzept entwickelt hat, wo sie hin will. Im Koalitionsvertrag gibt es ein Sammelsurium von Einzelmaßnahmen, die man mehr oder weniger erfolgreich abarbeitet. Mehr gibt es nicht", sagte Fuest dem Stern. Die Bundesregierung brauche eine glaubwürdige Gesamtstrategie, wie sie Deutschland in den nächsten Jahren wieder wettbewerbsfähig aufstellen wolle. Ein Plan, der die Menschen überzeuge und motiviere. "Das bisherige Agieren der schwarz-roten Koalition hat eher zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung geführt", sagte Fuest. (Stern)
HEIDELBERG MATERIALS
beteiligt sich mit 10 Prozent an der AmeriTex Pipe & Products, einem Anbieter von Stahlbetonrohren, Kastendurchlässen und Betonfertigteilen in Texas. Finanzielle Details nannte Heidelberg Materials nicht.
STRÖER
Blackstone hat laut einem Agenturbericht kein Interesse an einer Übernahme des Außenwerbers Ströer. Wie Bloomberg berichtet, hat sich der US-Finanzinvestor aus einer Investorengruppe mit I Squared zurückgezogen, die eine Übernahme des MDAX-Konzerns in Erwägung gezogen hat. Ein Sprecher von Ströer lehnte auf Anfrage von Dow Jones Newswires eine Stellungnahme ab, ebenso Blackstone. I Squared kommentierte den Sachverhalt laut Bloomberg ebenfalls nicht. Die Ströer-Aktie verlor am Dienstag knapp 11 Prozent.
SIEMENS
Mit der neuen "One Tech Company"-Strategie will Siemens sein Wachstum beschleunigen und die Profitabilität verbessern. "Natürlich ist unser Anspruch, prozentual zweistellig zu wachsen", sagte Vorstandschef Roland Busch dem Handelsblatt. Derzeit helfe die Weltkonjunktur zwar wenig. Doch habe der Konzern das Potenzial, nicht nur in einzelnen Jahren, sondern über einen ganzen Geschäftszyklus hinweg prozentual zweistellig zu wachsen. Am Dienstag stellte der DAX-Konzern Arbeitnehmervertretern im Wirtschaftsausschuss die Pläne für die ersten Umorganisationen im Zuge der neuen Strategie vor. Dabei gibt es innerhalb des Konzerns tiefgreifende Veränderungen. "Wir haben großes Verbesserungspotenzial im Vertrieb. Wir müssen ihn deutlich effizienter machen", sagte Busch. Auch in der Technologieentwicklung soll sich einiges ändern. Der Konzern wolle weniger auf Zwischenhändler setzen, mehr Mitarbeiter in Kundenkontakt bringen und digitale Instrumente effizienter nutzen. (Handelsblatt)
VARTA
Der wichtigster Kunde Apple hat kurzfristig angekündigt, keine Knopfzellen mehr bei dem Batteriehersteller zu bestellen, und das schwäbische Unternehmen so in große Probleme gestürzt. Wie Varta mitteilte, will ein Ankerkunde für die Coin-Power-Zellen die bestehende Lieferantenbeziehung nur noch bis Oktober 2026 fortführen und die Produkte dann nicht mehr von Varta beziehen. Bei dem Kunden handelt es sich um Apple, der die Batterien in seine Ohrhörer eingebaut hat. Apple hat das Unternehmen mit Sitz in Ellwangen nicht mehr für die neue Produktreihe berücksichtigt. Der US-Konzern bezieht seine Batterien nun von asiatischen Herstellern, welche die gleichen Produkte günstiger anbieten. Im Umfeld von Varta heißt es, dass der Preis für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen sei, in der Qualität sei das schwäbische Unternehmen auf Augenhöhe und besser gewesen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
AMS-OSRAM
Die neue Anleihe von Ams-Osram wird mit 7,25 Prozent verzinst. Das Emissionsvolumen beträgt bei der im Mai 2032 fälligen Anleihe 1 Milliarde Euro. Es sei wegen der hohen Nachfrage erhöht worden, hieß es. Ursprünglich hatte Ams-Osram das Volumen der vorrangigen Schuldverschreibungen mit 700 Millionen Euro beziffert. Die Ausgabe erfolgt zum Kurs von 98,81 Prozent.
will sein KI-Modell Gemini wettbewerbsfähiger im Bereich agentischer KI machen. Der Konzern hat damit begonnen, Gemini Spark auszurollen. Das ist ein persönlicher KI-Agent, der in der Lage ist, durch das digitale Leben eines Nutzers zu navigieren und in dessen Namen zu handeln. Der Agent wird in vielen Produkten von Google funktionieren und auf der Cloud-Infrastruktur des Unternehmens laufen.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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May 20, 2026 01:37 ET (05:37 GMT)


















