Der Branchenkenner, zuvor in Schlüsselpositionen bei Dell, ServiceNow und Cloudflare tätig, folgt auf Dev Ittycheria und soll MongoDB – je nach Lesart – entweder in eine neue Reifephase führen oder aber für einen möglichen Verkauf vorbereiten.

Tatsächlich steht das Unternehmen an einem Wendepunkt. Nach einem atemberaubenden Wachstum über die letzten zehn Jahre – der Umsatz stieg von 65 Millionen auf 2 Milliarden US-Dollar – dürfte sich das Tempo 2025 weiter abschwächen, ähnlich wie im Vorjahr auf etwa 20 % Wachstum. Das ist deutlich entfernt von den früheren Dynamiken.

Zudem schreibt MongoDB weiterhin keine Gewinne. Hauptgrund ist der übliche Verdächtige: die Vergütung in Form von Aktienoptionen. Das Thema bleibt brandaktuell: Im abgelaufenen Geschäftsjahr summierten sich die Vergütungen in Aktienoptionen auf 494 Millionen US-Dollar – mehr als doppelt so viel wie der operative Verlust von 216 Millionen. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres erreichten sie bereits 406 Millionen Dollar, das Dreifache des operativen Verlusts.

Diese Entwicklung – und die damit einhergehende Verwässerung – erklärt den seit fünf Jahren stagnierenden Kurs der MongoDB-Aktie, obwohl sich der Umsatz im gleichen Zeitraum verfünffacht hat. Vergleichbar ist die Situation mit dem Fall Snapchat: Aktienoptionen vs. Aktionärsinteressen.

Vor diesem Hintergrund stehen zwei potenziell wertsteigernde Optionen im Raum: Erstens eine drastische Reduktion der aktienbasierten Vergütungen nach dem Vorbild von Palantir; zweitens ein Verkauf des Unternehmens, wobei der Käufer für die „Bereinigung“ sorgen könnte.

Allerdings bleibt unklar, zu welchem Multiple eine solche Transaktion erfolgen könnte. MongoDB wird derzeit mit dem Zehnfachen des für das nächste Jahr erwarteten Umsatzes bewertet. Sollte das Wachstum nicht weiter abflachen, könnte dieses Niveau eine Untergrenze markieren.