Der Krieg im Sudan https://www.reuters.com/world/sudan/ zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces, der am Mittwoch in sein drittes Jahr geht, hat inmitten einer der weltweit größten humanitären Krisen zu weit verbreitetem Hunger geführt und Millionen von Menschen vertrieben.
"In den beiden am stärksten vom Konflikt betroffenen Gebieten - Nord-Darfur und Süd-Kordofan - haben Millionen von Familien nur Zugang zu einer Mahlzeit pro Tag", so das Ergebnis des Berichts von Action Against Hunger, CARE International, International Rescue Committee, Mercy Corps und dem Norwegian Refugee Council.
"Oftmals fallen Mahlzeiten für ganze Tage aus", hieß es in dem Bericht weiter. Viele Menschen seien dazu übergegangen, Blätter und Tierfutter zu essen, um zu überleben.
REGIERUNG BESTREITET HUNGERSNOT
Die der Armee nahestehende sudanesische Regierung bestreitet die Existenz einer Hungersnot, während die RSF jegliche Verantwortung für derartige Zustände in den von ihr kontrollierten Gebieten von sich weist.
Rund 61,7 % der sudanesischen Bevölkerung - 28,9 Millionen Menschen - leiden laut dem "Humanitarian Needs and Response Plan" für 2026 unter akuter Ernährungsunsicherheit.
Die Vereinten Nationen berichteten von weit verbreiteten Gräueltaten und Wellen ethnisch motivierter Gewalt. Im November bestätigte die globale Hungerüberwachungsinstanz zum ersten Mal Hungersnot-Bedingungen nL1N3WF0K3 in al-Fashir sowie in Kadugli.
Im Februar stellte die von der UNO unterstützte Integrated Food Security Phase Classification fest, dass die Schwellenwerte für Hungersnöte nL8N3Z10OY bei akuter Unterernährung in Um Baru überschritten wurden. Dort lag die Rate der akut unterernährten Kinder unter fünf Jahren fast doppelt so hoch wie der Schwellenwert für eine Hungersnot; ähnliches gilt für Kernoi.
Der Bericht, der auf Interviews mit Landwirten, Händlern und humanitären Akteuren im Sudan basiert, beschreibt detailliert, wie der Krieg im Sudan Gemeinschaften in Richtung Hungersnot treibt. Ursachen hierfür seien sowohl Störungen der Landwirtschaft als auch der Einsatz von Aushungerung als Kriegswaffe - einschließlich der vorsätzlichen Zerstörung von landwirtschaftlichen Betrieben und Märkten.
Gemeinschaftsküchen seien zunehmend außerstande, den steigenden Bedarf zu decken, während massive Kürzungen der Gebergelder nL6N3WU0OY die Fähigkeit der Hilfsorganisationen zur Reaktion einschränken, so der Bericht.
Frauen und Mädchen seien unverhältnismäßig stark betroffen, da sie einem hohen Risiko von Vergewaltigung und Belästigung ausgesetzt seien, wenn sie Felder bestellen, Märkte besuchen oder Wasser holen. Von Frauen geführte Haushalte seien dreimal häufiger von Ernährungsunsicherheit betroffen als von Männern geführte Haushalte, hieß es weiter.



















