Optimismus beflügelt die Aktie
Die Meta-Aktie springt nachbörslich um über 11 % nach oben, nachdem der Konzern Umsatzerwartungen für das dritte Quartal zwischen 47,5 und 50,5 Milliarden US-Dollar bekanntgab – deutlich über den Schätzungen der Analysten. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen die prognostizierte Spanne seiner Jahresausgaben auf 66 bis 72 Milliarden US-Dollar. Damit unterstreicht Meta sein massives Engagement in den Ausbau der Infrastruktur für fortschrittliche künstliche Intelligenz – ein Feld, das intern unter dem Begriff „Superintelligenz“ geführt wird.
Offensivstrategie trotz holprigem Llama-Start
Trotz eines eher verhaltenen Marktstarts seines Modells Llama 4 setzt Meta seine aggressive KI-Strategie unbeirrt fort. Das Unternehmen liefert sich einen regelrechten Bieterwettstreit um Spitzenkräfte und bietet konkurrierenden Talenten Rekordvergütungen. Parallel dazu fließen immense Mittel in den Aufbau von Rechenzentren – zuletzt mit einer Beteiligung von 14,3 Milliarden Dollar an Scale AI, womit Meta 49 % der Anteile an dem Unternehmen hält. Mark Zuckerberg kündigte an, „Hunderte Milliarden“ investieren zu wollen, um die Führungsposition im KI-Bereich zu sichern.
Die offensive Rekrutierungsstrategie zeigt dabei zwei Effekte: Zum einen gelingt es Meta, zentrale Talente von Wettbewerbern abzuwerben und für seine neue Superintelligence-Sparte zu gewinnen. Zum anderen zwingt die "Großzügigkeit" des Konzerns auch die Konkurrenz zu höheren Ausgaben, um mitzuhalten – ein strategischer Nebeneffekt mit spürbarer Wirkung.
Finanzierung durch KI-gestützte Werbung
Zur Finanzierung dieser ambitionierten Pläne setzt Meta verstärkt auf seine KI-gestützten Werbeangebote. Tools wie Advantage+, das Bilder in Videos umwandeln kann, sollen neue Wachstumsquellen erschließen. Auch Instagram Reels entwickelt sich zunehmend zu einer erfolgreichen Antwort auf TikTok. Gleichzeitig beschleunigt Meta die Monetarisierung von WhatsApp und Threads. Die Ernennung von Connor Hayes an die Spitze von Threads deutet darauf hin, dass Meta die Plattform als eigenständiges Produkt etablieren will.




















