Die Börse in Mailand startet positiv, wobei insbesondere der Bankensektor und die Vermögensverwaltungsbranche gefragt sind.

Am Morgen hat der Nikkei-Index an der Börse in Tokio erstmals die Marke von 58.000 Punkten überschritten, angetrieben von den Quartalszahlen und dem klaren Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei von Takaichi bei den landesweiten Wahlen am vergangenen Sonntag.

In den USA hingegen bewerten die Anleger die Arbeitsmarktdaten vom Vortag, die die Aussicht auf eine Beibehaltung der US-Zinsen auf dem aktuellen Niveau mindestens bis ins zweite Halbjahr festigen.

Um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe erwartet, mit Prognosen von 222.000.

Gegen 9:40 Uhr verzeichnet der FTSE MIB einen Anstieg von 0,70%.

Die Banken erholen sich deutlich, der Branchenindex steigt um 1,6%. Die Großbanken UNICREDIT und INTESA legen jeweils um mehr als 1,5% zu. Besonders stark erholen sich jedoch die Titel der Vermögensverwaltung, die gestern noch unter den Befürchtungen litten, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz – insbesondere nach der Einführung neuer Tools durch Anbieter wie Altruist – den Wettbewerb in der Finanzberatung verschärfen könnte. Herausragend ist BANCA GENERALI, die um 5,1% zulegt, nachdem sie gestern noch 7,6% verloren hatte. Nach besser als erwarteten Ergebnissen haben mehrere Broker ihre Ratings und Kursziele angepasst: Kepler Cheuvreux erhöhte die Empfehlung von 'Hold' auf 'Buy' und das Kursziel von 60 auf 61,5 Euro, Barclays von 72,2 auf 73,5 Euro.

Auch BANCA MEDIOLANUM, FINECOBANK und AZIMUT steigen nach dem gestrigen "Sell-off" um rund 2%.

Gut gekauft ist FINCANTIERI (+3,9%), da sich Investoren vor dem Capital Markets Day zum Plan 2030, der heute vorgestellt wird, positionieren. Ebenfalls im Fokus steht der andere Rüstungstitel LEONARDO, der um 0,8% zulegt.

Im Luxussegment, das in ganz Europa auch dank der guten Ergebnisse von Hermès gefragt ist, steigt BRUNELLO CUCINELLI um 3,4%. Das Luxusunternehmen gab gestern bekannt, dass die Vorstandssitzung zur Genehmigung des Jahresabschlusses, die ursprünglich für den 12. März geplant war, auf den 18. Februar vorgezogen wird. Auch der andere Luxustitel SALVATORE FERRAGAMO legt um 2,64% zu. Das Unternehmen hat Medienberichte über einen möglichen Wechsel in der Kreativleitung dementiert. Morgan Stanley hat die Berichterstattung mit dem Rating 'Underweight' und einem Kursziel von 5,5 Euro wieder aufgenommen.

Bei TIM kommt es nach den jüngsten Mehrjahreshochs zu Gewinnmitnahmen, die Aktie fällt um 1,5%. In einer Analyse im Vorfeld der vorläufigen Ergebnisse für 2025, die am 24. Mai veröffentlicht werden, und der Aktualisierung der Prognose für 2026, bestätigte Intermonte das 'Buy'-Rating und erhöhte das Kursziel von 0,68 auf 0,74 Euro.

Schließlich werden die Versorger verkauft: A2A verliert 2,2%, ENEL 0,9%.

(Giancarlo Navach, Redaktion Andrea Mandalà)