Der Blue-Chip-Index schloss 0,9% im Minus und gab damit nach einem Rekordhoch in der vorherigen Sitzung nach. Der auf den heimischen Markt ausgerichtete Mid-Cap-Index FTSE 250 fiel um 1%.
Die BoE beließ die Zinsen nach einer unerwartet knappen 5:4-Abstimmung bei 3,75% und deutete weitere Senkungen an, falls ein erwarteter Inflationsrückgang nachhaltig sein sollte. Analysten bewerteten die Spaltung als taubenhaftere Haltung als zuvor angenommen.
Bankaktien stürzten ab: HSBC, Lloyds Banking Group und NatWest verloren zwischen 2,3% und 6%, da Anleger eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinssenkung einpreisten. Das Pfund fiel um 0,76%.
"Es ist jetzt nur noch eine Frage des Timings, wann das MPC (Monetary Policy Committee) weitere Lockerungen liefern wird", sagte Matthew Ryan, Leiter der Marktstrategie bei Ebury.
"Wir gehen davon aus, dass die nächste Sitzung im März eine 'Live'-Sitzung sein wird, aber derzeit favorisieren wir eine Senkung im April, wenn die Verantwortlichen mehr Klarheit über die Fortschritte beim Inflationsziel haben sollten."
In London notierte Metallwerte fielen, belastet durch Rio Tinto, das etwa 2,6% verlor, und Glencore, das um 7% absackte, nachdem die beiden Bergbaukonzerne zum dritten Mal Fusionsgespräche abgebrochen hatten.
Shell fiel um 3,4%, nachdem der Ölkonzern mit einem Nettogewinn von 3,3 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal die Erwartungen verfehlte, ein Rückgang von 11% gegenüber dem Vorjahr aufgrund niedrigerer Ölpreise.
Auch politische Unsicherheit belastete, da die Sorge wuchs, ob Premierminister Keir Starmer den Folgen seiner Entscheidung standhalten könnte, Peter Mandelson zum US-Botschafter zu ernennen, obwohl er von dessen Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wusste.
Auf der anderen Seite erholten sich Technologiewerte von einem globalen Ausverkauf zu Beginn der Woche. Das Analyseunternehmen Relx legte um 2,9% zu, während die London Stock Exchange Group um 5,8% stieg.



















