Das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Rechtsunternehmen Clio gab am Montag bekannt, dass es in einer von New Enterprise Associates (NEA) angeführten Finanzierungsrunde 500 Millionen US-Dollar eingesammelt hat. Das Unternehmen wird damit mit 5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Die Investition erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach KI-Tools, die professionelle und bürokratische Tätigkeiten automatisieren. Unternehmen streben danach, Routineaufgaben zu optimieren, Kosten zu senken und die Entscheidungsfindung zu verbessern.

Risikokapitalgeber investieren verstärkt in Unternehmen, die entsprechende KI-Technologien entwickeln.

An der jüngsten Finanzierungsrunde beteiligten sich auch bestehende Investoren wie TCV, Goldman Sachs Asset Management, Sixth Street Growth und JMI Equity.

Clio wurde 2008 von Jack Newton und Rian Gauvreau gegründet und vereinfacht juristische Arbeitsprozesse für Kanzleien jeder Größe. Die Plattform wird zur Verwaltung von Fällen, Recherche und Workflows eingesetzt und bedient juristische Fachkräfte in mehr als 130 Ländern.

Das in Vancouver ansässige Unternehmen hat zudem eine Kreditlinie über 350 Millionen US-Dollar gesichert, die von Blackstone und von Blue Owl Capital verwalteten Fonds geleitet wird.

Clio erklärte, das Kapital werde die Entwicklung von KI-Produkten sowie weitere strategische Übernahmen unterstützen.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen bereits 900 Millionen US-Dollar zu einer Bewertung von 3 Milliarden US-Dollar eingesammelt.

Clio teilte außerdem mit, dass die Übernahme der globalen juristischen Rechercheplattform vLex für 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen wurde.