Wien, 04. Mrz (Reuters) - Der österreichische Kranhersteller Palfinger hat im abgelaufenen Jahr eine schwache Nachfrage in wichtigen Märkten zu spüren bekommen. Der Umsatz sank um knapp ein Prozent auf 2,34 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) ging um gut sechs Prozent auf 174,3 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 96,7 Millionen Euro nach 100,0 Millionen im Vorjahr. Dennoch sprach Vorstandschef Andreas Klauser vom "drittbesten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte". Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,90 Euro je Aktie erhalten.

Während das Geschäft in Deutschland wegen verzögerter Infrastrukturprojekte und in Nordamerika aufgrund neuer Zollregeln schwächelte, erwies sich die Sparte Marine als wichtige Stütze. Hier profitierte Palfinger von Aufträgen aus der Offshore-Windkraft- und Kreuzfahrtbranche.

Für das erste Halbjahr 2026 rechnet das Management mit einer Entwicklung leicht über Vorjahresniveau. "Auch in einem dynamischen Umfeld bleibt der globale Wachstumstrend intakt", sagte Klauser. Bis 2030 soll der Umsatz auf über drei Milliarden Euro steigen, bei einer Ebit-Marge von zwölf Prozent und einer Kapitalverzinsung (ROCE) von 15 Prozent.

Zudem kehrt Palfinger in die erste Börsenliga zurück. Die Aktie wird ab dem 23. März in den Leitindex ATX aufgenommen und ersetzt dort die Titel der Immobilienfirma CPI Europe ersetzen, wie die Wiener Börse am Dienstagabend mitteilte. Palfinger war zuletzt 2010 im ATX gelistet.

(Bericht von Alexandra Schwarz-Goerlich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)