Am Ende wird 2025 wohl ein deutlich besseres Jahr als zunächst angenommen – getragen von weiterhin äußerst dynamischen nordamerikanischen Finanzmärkten. Der Umsatz stieg von 5,1 auf 5,3 Milliarden US-Dollar, alle drei Hauptsegmente – Investmentbanking, Kapitalmärkte und Asset Management – verzeichneten Zuwächse.

Trotz einer gelungenen Kontrolle der variablen Vergütungen stiegen die Gesamtkosten schneller als die Erträge. Infolgedessen sank der Gewinn vor Steuern auf 617 Millionen US-Dollar in den ersten neun Monaten des Jahres – nach 700 Millionen im Vorjahr.

Der Buchwert je Aktie lag zuletzt bei 50,60 US-Dollar, gegenüber 48,90 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Damit ergibt sich aktuell ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von rund 1,35. Zum Vergleich: Der 20-Jahres-Durchschnitt liegt bei einem einfachen Buchwert. In historischen Krisenphasen – etwa während der Subprime-Krise, im Jahr 2016 oder in der Corona-Pandemie – notierte Jefferies sogar zeitweise bei einem KBV von nur 0,5.

Der Bereich oberhalb von 1,5 galt in der Vergangenheit stets als Obergrenze. Wurde er durchbrochen, folgte häufig ein rascher Rückschlag.

Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert – und aus Sicht langfristiger Anleger durchaus erfreulich –, dass Jefferies sein Aktienrückkaufprogramm inzwischen pausiert hat. Seitdem das Papier wieder stärker gefragt ist und sich der Bewertungshorizont deutlich aufgehellt hat, verzichtet das Management bewusst auf weitere Rückkäufe. Eine Entscheidung, die signalisiert, dass der eigene Aktienkurs nicht mehr als unterbewertet gilt.

Das steht im starken Kontrast zu der Phase zwischen 2017 und 2022: Damals bewegte sich die Bewertung im Schnitt bei einem KBV von nur 0,7. In genau diesem Zeitraum setzte Jefferies massive Rückkäufe um – in strategisch kluger Taktung. Insgesamt wurde rund ein Drittel der umlaufenden Aktien eingezogen. Die Folge: Der Buchwert je Aktie stieg in kurzer Zeit deutlich an.