Infineon Technologies hat am Mittwoch für das zweite Quartal seines versetzten Geschäftsjahres einen Umsatz von 3,81 Mrd. Euro gemeldet – ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf 301 Mio. Euro nach 232 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Vor allem hob der deutsche Konzern seine Jahresprognose an. Infineon erwartet nun, dass der Umsatz im Jahr 2026 „deutlich“ wachsen wird, nachdem bislang lediglich von einem moderaten Anstieg ausgegangen worden war. Die operative Marge soll bei rund 20 % liegen.
Wie mehrere andere Chiphersteller profitiert auch Infineon von den massiven Investitionen in KI-Infrastrukturen. Vorstandschef Jochen Hanebeck erklärte, dass die Stromversorgungslösungen des Konzerns für KI-Rechenzentren auf „sehr starke Nachfrage“ stoßen.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern mit rund 1,5 Mrd. Euro Umsatz im Zusammenhang mit KI-Rechenzentren. Für 2027 wird anschließend eine weitere Beschleunigung erwartet.
Im Automobilbereich spricht Infineon von einer Verbesserung der Auftragseingänge, insbesondere bei sogenannten „Software Defined Vehicles“. Dennoch bleibt der Konzern vorsichtig, da dieser Markt weiterhin Druck auf bestimmte Margen ausübt.
Darüber hinaus kündigte Infineon eine Neuorganisation seiner Aktivitäten ab dem vierten Geschäftsquartal an. Der Konzern wird seine Struktur von vier auf drei Divisionen reduzieren, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.
Die Investoren zeigen sich jedoch besorgt über den Margendruck und die Schwäche im Segment der Elektrofahrzeuge.
Zudem reagierte der Markt darauf, dass Infineon seine Prognose von 1,5 Mrd. Euro Umsatz aus dem Geschäft mit KI-Rechenzentren für das Geschäftsjahr 2026 nicht angehoben hat. Zum Handelsstart verliert die Aktie rund 2,5 %, nachdem sie am Vortag noch um 6,5 % gestiegen war.



















